Donnerstag, 29. September 2016

Chroniken der Unterwelt - City of Glass



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von Cassandra Clare
übersetzt durch Franca Fritz und Heinrich Koop

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2009
  • Aktuelle Ausgabe : 01.01.2012
  • Verlag : Arena
  • ISBN: 9783401502625
  • Flexibler Einband 728 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
City of Bones
City of Ashes
City of Glass
City of fallen Angels
City of lost Souls
City of heavenly Fire


Inhalt


In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …
(Quelle: Arena)


Meine Meinung


„City of Glass“ ist der dritte Teil der „Die Chroniken der Unterwelt“-Reihe und baut auf den vorhergehenden Bänden auf. Vorkenntnisse sind daher unbedingt nötig, die Reihe sollte in der vorgesehenen Abfolge gelesen werden.

Die Geschichte wird in der dritten Person abwechseln aus der Sicht der drei Protagonisten Clary, Jace und Simon erzählt. Die drei Figuren wurden in den beiden vorhergehenden Bänden schon vorgestellt, entwickeln sich aber in diesem Teil weiter; vor allem Simon verändert sich stark. Wie schon in den bisherigen Bänden war mir auch hier Jace am wenigsten sympathisch. Ich konnte sein Verhalten zwar über weite Teil hinweg nachvollziehen, dachte mir aber öfters, er solle doch mal sein Selbstmitleid sein lassen und etwas unternehmen. Clary handelt dafür für meinen Geschmack etwas zu oft und vor allem unbedacht. Die anderen Figuren, vor allem die Erwachsenen, bleiben aber auch in diesem Buch ziemlich blass und eindimensional.

Die Handlung von „City of Glass“ ist sehr umfangreich, die gut 700 Seiten sind prall gefüllt, reine Füllerszenen gibt es kaum – ungewöhnlich für einen „Mittelband“, der oft als „Strecker“ für eine Reihe dient. Allerdings werden einzelne Punkte etwas gar zu oft wiederholt, A erfährt es, der erzählt es B, der es wiederum C mitteilt... Ausserdem habe ich zwischendurch etwas den Überblick über all die verschiedenen Figuren verloren, die kurz eingeführt und bald danach schon wieder rausgeschrieben wurden... Dafür gibt es einige sehr überraschende Entwicklungen, die nicht nur die Protagonisten, sondern auch mich aus den Socken gehauen haben (mehr dazu will ich aus Spoilergründen nicht verraten). Nicht nur Actionfans kommen hier auf ihre Kosten, auch Freunde der Romantik erhalten die eine oder andere Szene zum schmachten.

Der Schreibstil der Autorin Cassandra Clare lässt sich wie gewohnt flüssig lesen, sodass der dicke Band in wenigen Tagen durchgelesen war.

Für Neueinsteiger ist der Band wie erwähnt nicht geeignet. Für Kenner der Reihe muss ich wohl keine explizite Empfehlung mehr aussprechen, wer sie mag, will sicher weiterlesen, wer sie nicht mag, der hat wohl keine Lust auf noch einen Band...

Mein Fazit


Überraschend viel Handlung für einen Mittelband. Viel Action hält die Spannung hoch.






Dienstag, 27. September 2016

Travis Delaney – Was geschah um 16:08?



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von Kevin Brooks
übersetzt durch Uwe-Michael Gutzschhahn

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.09.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 23.09.2016
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423717014
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der dtv Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Was geschah um 16:08?
Wem kannst Du trauen?
Um Leben und Tod (erscheint am 14.10.2016)


Inhalt


War es wirklich ein Autounfall, bei dem seine Eltern, die als Detektive arbeiteten, starben? Als der dreizehnjährige Travis Delaney während der Beerdigung einen Mann mit einer versteckten Kamera erblickt, beschleichen ihn erste Zweifel. Kurz darauf wird das Detektivbüro seiner Eltern bei einem Straßenkampf verwüstet und der Mann mit der versteckten Kamera taucht dort unter falschem Namen auf. Nun ist Travis sicher: Der Tod seiner Eltern war kein Unfall. Er beginnt zu recherchieren – und kommt mysteriösen Vorfällen auf die Spur.
(Quelle: dtv)


Meine Meinung


Travis Delaneys Eltern sind Privatdetektive und verunglücken während Recherchen tödlich. Travis fällt es schwer, an einen Unfall zu glauben und beginnt, selbst Nachforschungen über den letzten Fall seiner Eltern anzustellen...

„Was geschah um 16:08?“ bildet den Auftakt zur Jugend-Krimi-Trilogie um den dreizehnjährigen Travis Delaney, der seit wenigen Tagen Vollwaise ist und bei seinen Grosseltern lebt (und zufälligerweise am selben Tag Geburtstag hat wie ich). Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Travis in der Vergangenheit erzählt. Über Travis erfährt der Leser trotz der gewählten Perspektive nicht sehr viel, lediglich dass er boxt und schlecht Schach spielt, wird klar. Allerdings passt das sehr gut ins gewählte Setting, da so kurz nach dem Tod seiner Eltern fast alle seiner Gedanken und Gefühle auf den Unfall und dessen Ursachen fokussiert sind. Hätte Travis in dieser Situation dem Leser von seinen Hobbies, Lieblingsbands und Freunden in der Schule erzählt, wäre mir das wohl eher unpassend vorgekommen. Wie bei der Ich-Perspektive so üblich erfährt man über die anderen Figuren nur das, was der Protagonist über sie denkt oder direkt wahrnimmt, sie bleiben daher eher blass. Etwas deutlicher sind lediglich Travis' Grossvater und seine Uroma Nora gezeichnet.

Die Handlung erscheint zunächst sehr geradelinig aufgebaut, enthält aber im Laufe der Geschichte doch einige überraschende Kniffe, sodass die Spannung immer hoch bleibt und weder Travis noch der Leser jeweils genau wissen, was vor sich geht und wem sie vertrauen können. Die Handlug ist mehr oder weniger in sich abgeschlossen, bleibt aber zum Ende hin offen genug, um Lust auf den nächsten Teil zu machen.

Der Schreibstil des Autors Kevin Brooks lässt sich flüssig lesen und zog mich sofort in die Geschichte hinein, auch wenn mir einige etwas holprige Stellen und unnötige Wiederholungen aufgefallen sind (was natürlich auch an der Übersetzung liegen könnte). Das Buch richtet sich mit dem erst dreizehnjährigen Protagonisten klar an ein jugendliches Publikum, aber wie man bei mir sieht können sich auch Erwachsene gut damit unterhalten.

Mein Fazit

Spannender Auftakt in die Jugend-Krimi-Reihe, die sich auch für Erwachsene eignet. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.




Rezensionsexemplar



Samstag, 24. September 2016

Goddess of Poison – Tödliche Berührung


Bildquelle

von Melinda Salisbury
übersetzt durch A.M. Grünewald

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.09.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 19.09.2016
  • Verlag : bloomoon
  • ISBN: 9783845815138
  • Fester Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Bloomoon Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …
(Quelle: Bloomoon)


Meine Meinung


Twylla ist die Inkarnation der Tochter der Götter, und mit ihrer Berührung vergiftet sie jeden, der nicht zur Königsfamilie gehört und damit auch von göttlichem Blut ist. Schon bald soll sie den Prinzen Merek heiraten, doch bis dahin kann noch viel geschehen…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Twylla in der Gegenwart erzählt. Durch diese Erzählweise erhält der Leser zwar viel Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin, über die anderen Figuren erfährt man jedoch nur wenig. Twylla war mir nicht unsympathisch, jedoch schien sie sich etwas gar wenig Gedanken über „Gott und die Welt“ zu machen und erschien mir sehr naiv.

Die Handlung braucht sehr lange, bis sie anläuft. Erst deutlich nach der Mitte des Buches kommen die Ereignisse ins Rollen. Über rund 200 Seiten baut die Autorin Melinda Salisbury ihre Welt auf und führt die Figuren ein, bevor dann auch mal etwas geschieht. Leider ist das wenige, das dann wirklich passiert, recht vorhersehbar, sodass der Leser kaum überrascht wird.

Die Geschichte spielt in einer mittelalterlich angehauchten Welt (in Innenumschlag gibt es auch noch eine hübsche Karte dazu), vielleicht liegt es daran, dass ich bei einzelnen Figuren, vor allem bei der Königin, öfters an „Game of Thrones“ denken musste. Ich möchte hier aber keine zu starken Parallelen zur bekannten Buchreihe/Fernsehserie ziehen, ausser einem ähnlichen Setting und teilweise vergleichbar intriganten Figuren sind keine Gemeinsamkeiten erkennbar.

Anhand des Klappentextes hatte ich einen Fantasyroman erwartet, die Fantasy-Anteile von „Goddess of Poison“ sind jedoch sehr gering. Daher wird dieses Buch wohl eher Leser von mehr oder weniger historisch angehauchten Romanen ansprechen als wirkliche Fantasyfans.

Der Schreibstil der Autorin Melinda Salisbury lässt sich flüssig lesen, erschien mir stellenweise aber etwas langatmig. Offenbar hat die Autorin bereits zwei weitere Bände in dieser Welt geschrieben oder zumindest geplant, sodass „Goddess of Poison“ den Auftakt einer Trilogie bildet.

Mein Fazit

Etwas wenig Handlung für meinen Geschmack.





Rezensionsexemplar



Donnerstag, 22. September 2016

Theo Boone und der unsichtbare Zeuge


Bildquelle

von John Grisham
übersetzt durch Imke Walsh-Araya

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.11.2010
  • Aktuelle Ausgabe : 08.10.2012
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453409330
  • Flexibler Einband 288 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Theo Boone und der unsichtbare Zeuge
Theo Boone und das verschwundene Mädchen
Theo Boone - Unter Verdacht
Theo Boone - Der Überfall


Inhalt


Theo Boone, Anwaltssohn mit ausgeprägtem Sinn für Recht und Gerechtigkeit, löst die schwierigsten Fälle – und er ist erst dreizehn! Als in seinem Heimatstädtchen Strattenburg, Louisiana, ein aufsehenerregendes Verbrechen geschieht, ist Theo wie elektrisiert – nun endlich kann er aus nächster Nähe einen großen Prozess verfolgen. Es scheint das perfekte Verbrechen zu sein, und schnell zeichnet sich ab, dass der Angeklagte seiner gerechten Strafe entkommen wird. Doch niemand hat mit Theo gerechnet: Er allein weiß, dass es einen Augenzeugen gibt – und er hat eine so geniale wie gefährliche Idee …
(Quelle: Heyne)


Meine Meinung


Der dreizehnjährige Theo Boone, Sohn zweiter Rechtsanwälte, kann es kaum erwarten, selbst als Anwalt arbeiten zu dürfen. Seinen Freunden hilft er gerne bei rechtlichen Problemen aller Art und mischt sich dabei auch mal in einen Mordprozess ein…

„Theo Boone und der unsichtbare Zeuge“ ist der erste von mittlerweile fünf Krimis um den Schüler Theo Boone, geschrieben vom bekannten Rechtsanwalt und Thrillerautor John Grisham. Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht des Teenagers Theo erzählt, der gerne Anwalt (oder wahlweise auch Richter) werden möchte und einen grossen Teil seiner Freizeit im Gericht verbringt. Sehr viel mehr erfährt man als Leser jedoch nicht über ihn, und auch die anderen Figuren bleiben eher blass. Vor allem durch seine Perfektheit wirkt Theo langweilig: sympathisch, beliebt, gut in der Schule, hilfsbereit, einfach zu schön um wahr zu sein.

Die Handlung ist relativ einfach und geradelinig aufgebaut und richtet sich eindeutig an ein junges Publikum, das sich Krimis nicht gewohnt ist. Für krimierfahrene Leser wie mich ist „Theo Boone und der unsichtbare Zeuge“ etwas zu simpel aufgebaut, um wirklich spannend zu sein. Zudem werden einige Handlungsstränge angedeutet, die sich am Schluss einfach in Luft auflösen. Vielleicht werden sie in den späteren Bänden der Reihe wieder aufgegriffen, aber so liessen mich diese losen Enden etwas unbefriedigt zurück. Auch die vielen Erklärungen auf einem sehr tiefen Level (was ist eine Zwangsvollstreckung; was passiert während einer Gerichtsverhandlung etc.) richten sich klar an ein unerfahrenes Publikum.

Der Schreibstil von Jon Grisham erschien mir hier etwas zäh und steif, besonders die Dialoge erschienen mir recht hölzern. Es ist schon Jahre her, dass ein anderes John Grisham Buch gelesen habe, daher kann ich nicht beurteilen, ob dies nur hier der Fall ist (vielleicht liegt es ja auch am Übersetzer?), oder ob mich sein Schreibstil einfach nicht wirklich packt.

Mein Fazit

Merklich an ein relativ junges und unerfahrenes Publikum gerichtet. 







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 51, ein Wanderbuch, ein Buch, das Du einer Wanderbuchkiste entnommen hast, ein Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank oder ein Buch, das über Bookcrossing zu Dir gefunden hat.
Das Buch habe ich aus dem öffentlichen Bücherschrank am Strandboden in Biel. 

Dienstag, 20. September 2016

Die Wahrheit



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von Melanie Raabe

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.08.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 29.08.2016
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442754922
  • Flexibler Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der btb Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …
(Quelle: btb)


Meine Meinung


Nach sieben Jahren Abwesenheit kehrt Sarahs angeblich entführter Mann Philipp zurück. Doch Sarah ist sich sicher, diesen Mann noch nie vorher gesehen zu haben. Wer ist der Mann, der sich als Philipp ausgibt, und was will er von Sarah?

Die Geschichte wird von Sarah in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, später dann auch unter der Überschrift „Der Fremde“ vom angeblichen Philipp. Durch die Perspektive erhält der Leser einen genauen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten, dabei bleiben jedoch die anderen Figuren ziemlich blass. Trotz der genauen Einblicke erschien mir das Verhalten der beiden Protagonisten über weite Strecken hinweg nicht wirklich nachvollziehbar, sodass ich Mühe hatte, mich in sie hineinzufühlen. So wird Sarah durchgehend als starke, selbstbewusste Frau beschrieben, ich konnte sie als Leserin jedoch nur als hysterisches Nervenbündel kennenlernen, während ich über den zweiten Protagonisten trotz Ich-Perspektive kaum etwas erfuhr, respektive sich vieles im Laufe des Buches als Irrtum oder gar Lüge entpuppte.

Die Handlung ist nicht besonders umfangreich, sodass auch nicht wirklich viel Spannung aufkommt. Was aber vollkommen überzeugt ist die beklemmende Stimmung, die bei „Philipps“ Ankunft am Flughafen beginnt und immer weiter aufgebaut wird. Wie Sarah weiss auch der Leser nie, was ihn in den nächsten Minuten erwartet. Dieser Aspekt hat meine Wertung deutlich nach oben gezogen.

Der Schreibstil der Autorin Melanie Raabe lässt sich flüssig lesen, jedoch haben mich die vielen Anspielungen, die erst viel später aufgeklärt werden, teilweise dann doch genervt. Zudem werden manche Passagen so oft wiederholt, ohne aufzuklären, worum es dabei eigentlich geht, dass sie mich nur noch gelangweilt haben. Der Anfang des Buches bis zu dem Moment, in dem „Philipp“ zurückkehrt, erschien mir recht zäh, sodass ich mich regelrecht durchkämpfen musste. Auch die Auflösung konnte mich nicht überzeugen, sondern liess mich recht unbefriedigt zurück. Die Bezeichnung „Thriller“ ist in meinen Augen nicht wirklich zutreffend, ich würde „Die Wahrheit“ eher als „Psychodrama“ bezeichnen.

Mein Fazit

Schön beklemmend, aber die Spannung fehlt.






Rezensionsexemplar


Samstag, 17. September 2016

Sieben minus eins


Bildquelle

von Arne Dahl
übersetzt durch Kerstin Schöps

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2016
  • Verlag : Piper
  • ISBN: 9783492057707
  • Flexibler Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Piper Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Als er die Blutspuren in dem labyrinthischen Kellerverlies findet, ist sich Kriminalkommissar Sam Berger sicher: Das unerklärliche Verschwinden der jungen Frau steht mit früheren Fällen in Verbindung, es muss weitere Opfer desselben Täters geben. Nur fehlt von denen jede Spur. Mit seiner waghalsigen Theorie von einem Serientäter steht Sam Berger alleine da und gerät bald von mehreren Seiten unter Beschuss. Allan, sein Chef, hat wenig Verständnis für Bergers riskante Einzelgänge und droht, ihn zu feuern. Dann entdeckt Sam Berger Spuren. Spuren, die nur er verstehen kann, gelegt von einem Menschen, der ihn allzu gut zu kennen scheint. Sie führen ihn zu einem verlassenen alten Bootshaus und von dort zu einer längst verloren geglaubten Erinnerung. Tief verborgen in Bergers Vergangenheit gibt es etwas, das ihn mit den brutalen Verbrechen verbindet. Etwas, das lange Zeit keine Bedeutung zu haben schien, und das der Täter jetzt mit gutem Grund ans Licht holt. 
(Quelle: Piper)


Meine Meinung


Im Entführungsfall Ellen ist Kommissar Sam Berger entgegen seinem Vorgesetzten davon überzeugt, es mit einem Serienmörder zu tun zu haben. Kann er die Fünfzehnjährige retten, bevor auch sie stirbt, oder bringt er nur seine Karriere in Gefahr?

Mit „Sieben minus eins“ beginnt der Autor Arne Dahl eine neue Buchreihe. Zumindest gehe ich anhand der Verlagsbeschreibung, wonach dies der erste Krimi um die Ermittler Berger und Blom sei, davon aus, dass weiter Bände geplant sind. Vorkenntnisse sind daher keine nötig, der Band eignet sich ideal zum Einstieg in das Werk des Autors.

Die Geschichte wird grösstenteils in der dritten Person aus der Sicht von Sam Berger erzählt, unterbrochen durch kurze Passagen in der Ich-Perspektive in der Gegenwart, bei denen der Erzähler erst im Laufe der Geschichte bekannt wird. Berger ist eine Figur mit Ecken und Kanten, bei dem ich trotz einer gewissen Sympathie lange nicht alle seine Verhaltensweisen nachvollziehen oder gutheissen konnte. So versteckt er öfters Ermittlungsresultate vor seinen Kollegen und riskiert so, dass der Täter verspätet gefunden wird (oder die Ermittlungen vor Gericht nicht standhalten), ohne dass ich nachvollziehbare Gründe für sein Vorgehen erkennten konnte. Über Molly Blom, die zweite Protagonistin, die man aber erst nach einer gewissen Zeit kennenlernt, erfährt der Leser nicht besonders viel. Gewisse Punkte ihres Lebens werden zwar angesprochen, der Mensch hinter dem Erlebten blieb für mich jedoch nicht fassbar.

Die Handlung ist spannend und komplex aufgebaut, auch wenn dem Leser kaum Anhaltspunkte zum Miträtseln geliefert werden. Zunächst war ich recht enttäuscht, da der Täter und sein Motiv schon in der Mitte des Buches bekanntgegeben werden, „Sieben minus eins“ bliebt aber durch die Jagd nach dem gesuchten dennoch bis zum Schluss spannend. Das Buch wird durch den Verlag als Kriminalroman bezeichnet, für mich fühlte es sich aber mehr wie ein Thriller an, inklusive dem obligaten Showdown am Ende, im den der Protagonist in Lebensgefahr schwebt (auch wenn dieser Showdown für meinen Geschmack etwas kurz geraten ist).

Auch wenn mir die Protagonisten nicht zu 100% sympathisch waren, hat mich „Sieben minus eins“ von Anfang bis zum Schluss mitgerissen und ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Berger und Blom.

Mein Fazit

Trotz früher Bekanntgabe des Täters spannend bis zum Schluss.







Rezensionsexemplar


Donnerstag, 15. September 2016

Die Stadt der träumenden Bücher




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von Walter Moers

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2004
  • Aktuelle Ausgabe : 01.04.2006
  • Verlag : Piper
  • ISBN: 9783492246880
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Die Stadt der träumenden Bücher 
Das Labyrinth der träumenden Bücher


Inhalt


Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!
(Quelle: Piper)


Meine Meinung


Der junge Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz macht sich in Zamoniens Bücherhauptstadt Buchhaim auf die Suche nach dem Autoren eines geheimnisvollen Manuskripts, das die Literatur revolutionieren soll.

„Die Stadt der träumenden Bücher“ ist der vierte Band der „Zamonien-Reihe“ von Walter Moers. Da die Bücher aber grösstenteils in sich abgeschlossene Geschichten umfassen, sind Vorkenntnisse zum Verständnis nicht zwingend nötig, auch wenn teilweise aufEreignisse aus früheren Bänden angespielt wird. Was aber unbedingt vorausgesetzt wird ist ein offen er Geist. In Walter Moers Romanen trifft man immer wieder auf sehr absurde Situationen und Figuren, die man nicht hinterfragen darf sondern einfach akzeptieren muss, wenn man das Buch geniessen will.

Die Geschichte wird von Protagonisten (und offiziellen Autoren des Buchs) Hildegunst von Mythenmetz in der Ich-Perspektive erzählt, wobei er den Leser ab und zu auch direkt anspricht. Das Schriftbild ist auffällig gestaltet, je nach Situation werden unterschiedliche Schriftarten verwendet und immer wieder finden sich Fussnoten als Anmerkungen des „Übersetzers“ Walter Moers. Aufgelockert wird das Ganze durch viele Illustrationen, sodass man sich die beschriebenen „Wesenheiten“ nicht nur vorstellen muss, sondern auch direkt betrachten kann.

Der Schreibstil von Walter Moers wirkt wohl sehr polarisierend, entweder man mag ihn sehr, oder man kann ihn nicht ausstehen. Er schreibt sehr blumig, benutzt ausschweifende Erklärungen und Beschreibungen, die stellenweise etwas nervig werden kann, wenn er vom hundertsten ins tausendste kommt, und wirft mit erfundenen Wörtern um sich, die den Lesefluss teilweise etwas stören, da immer wieder in den Fussnoten nachgeschaut oder zumindest überlegt werden muss, was hier nun gemeint sein könnte. Zudem sind viele seiner Sätze mindestens so lang wie mein vorhergehender ;-) Wer sich aber auf den speziellen Schreibstil einlassen kann, wird mit einer herrlich skurrilen Abenteuergeschichte belohnt, in der es alle paar Seiten über eine neue Überraschung zu staunen und zu lachen gibt.

Ich möchte hier aber auch betonen, dass das Buch mehr von seinen Figuren als von der Handlung lebt. Diese ist recht geradlinig und ziemlich geruhsam, teilweise etwas sehr in die Länge gezogen und nicht aussergewöhnlich spannend sondern eher eintönig. Wer ein nervenaufreibendes Fantasyabenteuer erwartet, wird mit diesem Buch wohl enttäuscht.

Mein Fazit

Herrlich skurriler, wenn auch recht gewöhnungsbedürftiger Schreibstil.






Dienstag, 13. September 2016

Der Angstmann


Bildquelle

von Frank Goldammer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.09.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 23.09.2016
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423261203
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der dtv Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...
(Quelle: dtv)


Meine Meinung


Ab November 1944 werden in Dresden immer wieder ermordete Krankenschwerstern aufgefunden. Wer ist „Der Angstmann“, wie der Täter von der Bevölkerung bald genannt wird?

„Der Angstmann“ spielt von Herbst 1944 bis Sommer 1945 in Dresden. Wer sich etwas für die europäische Geschichte interessiert, wird nun schon eine ziemlich genaue Vorstellung über die Hintergrundgeschichte haben. Eigentlich müsste ich hier „Hauptgeschichte“ schreiben, den in meinen Augen steht der Krieg respektive die Zeit danach, und was er mit den Leuten anstellt in diesem Buch klar im Vordergrund, der Kriminalfall bildet nur die Rahmengeschichte, die die Erzählung zusammenhält.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht des Kriminalinspektors Max Heller erzählt, einem verheirateten Mann mittleren Alters mit zwei erwachsenen Söhnen. Geprägt wurde er durch seine Erlebnisse im ersten Weltkrieg, an dem er aktiv als Soldat teilnahm, sowie die Angst um seine beiden Söhne, die beide an der Front kämpfen ohne sich bei ihren Eltern melden zu können. Von den Nazis scheint Heller nicht allzu viel zu halten, ohne dies jedoch explizit zu äussern. Jedoch bleibt Heller eher blass, und alle anderen, weniger ausführlich gezeichneten Figuren erst recht. Über Hellers Frau Karin, die immer wieder erwähnt wird, erfährt der Leser beispielsweise kaum mehr als das sie existiert.

Wie erwähnt läuft der Kriminalfall eher am Rande ab, das Hauptgewicht liegt auf dem Leben während und kurz nach dem Krieg, der allgemeinen Angst und der Not, sodass ich das Buch als ergreifend und mitreissend, aber nicht besonders spannend beschreiben möchte. Die Beschreibung der Bombardierung Dresdens hat mich dabei besonders beeindruckt. Der Schreibstil des Autors Frank Goldammer lässt sich flüssig lesen, ohne auf irgendeine Art besonders auffällig zu sein. Da das Buch im Klappentext als „Hellers erster Fall“ bezeichnet wird, wird Frank Goldammer wohl noch mehr Krimis mit Max Heller geplant haben.

Mein Fazit

Ergreifend, aber mehr Kriegsdrama als Krimi.






Rezensionsexemplar


Montag, 12. September 2016

[Hörbuch] Erlöse mich


Bildquelle

von Michael Robotham
übersetzt durch Kristian Lutze
gelesen von Johannes Steck und Hans Kremer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.06.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 23.06.2014
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783844514049
  • MP3-CD: 12h 12
  • Sprache: Deutsch 

Der Hörverlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Adrenalin
Amnesie
Todeskampf
Dein Wille geschehe
Todeswunsch
Der Insider
Bis du stirbst
Sag, es tut dir leid
Erlöse mich
Der Schlafmacher



Inhalt


Seit ihr Mann Daniel vor einem Jahr spurlos verschwand, liegt ein schwarzer Schatten über dem Leben von Marnie Logan. Aber sie leidet nicht nur unter der quälenden Ungewissheit über sein Schicksal – immer wieder übermannen sie plötzlich Ängste, immer wieder beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Deshalb sucht sie Hilfe bei dem Psychologen Joe O’Loughlin, der aber schnell den Verdacht hat, dass Marnie ihm etwas verschweigt. Als eines Tages überraschend ein Album mit Fotos alter Freunde und Bekannter entdeckt wird, das Daniel seiner Frau zum Geburtstag schenken wollte, ist Marnie zunächst gerührt. Doch dann kommt die grausame Geschichte dahinter ans Tageslicht, die auch Joe zutiefst erschüttert.
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Marnies Ehemann ist seit einem Jahr verschwunden und sie schlägt sich mit den Schulden herum, die er ihr hinterlassen hat. Als der Handlanger ihres Gläubigers tot aufgefunden wird, gerät Marnie in Verdacht.

„Erlöse mich“ ist bereits der 9. Band um den Psychologen Joe O’Loughlin und den ehemaligen Polizisten Vincent Ruiz. Mir war das nicht bewusst, ich dachte, es handle sich um einen Einzelband und habe erst nach der Lektüre herausgefunden, dass das Buch Teil einer Reihe ist. Vorwissen braucht man meiner Ansicht nach nicht, ich hatte während der Lektüre nie das Gefühl, dass mir Wissen fehlt.

Die Geschichte wird von eine auktorialen Erzähler geschildert, der die meiste Zeit Marnies Erlebnisse schildert. Ein zweiter Erzähler schildert seine Erlebnisse in der Ich-Perspektive, was in der Hörbuchversion durch zwei verschiedene Sprecher verdeutlicht wird.

Zu den meisten Figuren konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen, auch die Protagonistin Marnie fand ich eher unsympathisch, sie verstrickte sich zu sehr in ihre Probleme, ohne logisch ranzugehen und sich externe Hilfe zu holen. Hingegen mochte ich Joe ganz gerne, Marnies Psychologe, bei dem ich das Gefühl hatte, dass ihm Marnies Wohlergehen wirklich am Herzen lag.

Die Handlung ist im Grunde vorhersehbar, auch wenn der Autor Michael Robotham mit der einen oder anderen Wendung versucht, den Leser in die Irre zu führen. Das Tempo ist eher gemütlich gehalten, wer einen Thriller mit viel Action erwartet, wird hier enttäuscht. Die eigentliche Handlung beginnt erst weit in der zweiten Buchhälfte, die erste Hälfte baut (teilweise etwas zäh) den Rahmen um die Geschichte auf.

Der Hauptsprecher Johannes Steck konnte mich leider nicht überzeugen. Zu oft liess er die Figuren klingen, als wären sie geistig behindert, auch wenn es wirklich nicht in die Geschichte hineinpasste. Auch seine Darstellung von Marnies Sohn fand ich nur nervig, sodass ich mir bald wünschte, dem Kleinen möge irgendetwas zustossen, damit er endlich Ruhe gibt (böse, ich weiss).

Wirklich umgehauen hat mich dieses Hörbuch nicht, aber ich fand es durchaus in Ordnung. Da ich nun mehrere Meinungen darüber gelesen habe, dass „Erlöse mich“ eher eines der schlechteren Bücher des Autors sein soll, werde ich Michael Robotham sicher noch eine weitere Chance geben, insbesondere da mir der Psychologe Joe, um den sich die Reihe ja anscheinend dreht, durchaus sympathisch war.

Mein Fazit

Nicht überragend, aber durchaus unterhaltsam.





Rezensionsexemplar


Samstag, 10. September 2016

Der Fall Moriarty


Bildquelle

von Anthony Horowitz
übersetzt durch Lutz-W. Wolff

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.10.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 28.10.2014
  • Verlag : Insel Verlag
  • ISBN: 9783458176121
  • Fester Einband 341 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe nicht die abgebildete Ausgabe, sondern die englischsprachige Kindle-Version vom Harper Verlag gelesen.


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Bücher der Reihe:
Das Geheimnis des Weissen Bandes 
Die drei Königinnen
Der Fall Moriarty


Inhalt


Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr, die Gerüchteküche brodelt: Der gefürchtete amerikanische Gangster Clarence Devereux will seine Geschäfte nach England ausdehnen. Auch Professor Moriarty, einst der große Gegenspieler Sherlock Holmes‘, soll seine Hände im Spiel haben – aber ist er nicht tragisch ums Leben gekommen? Und welche Rolle spielt der undurchsichtige Detektiv Chase? Der Machtkampf der Giganten des Verbrechens fordert seine Opfer – als in London eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, macht sich Inspector Jones von Scotland Yard daran, die Machenschaften des Amerikaners aufzudecken. Eine blutige Spur führt von den Docks bis in die Katakomben des Smithfield Meat Market. Kann es sein, dass Moriarty doch noch lebt?
(Quelle: Insel)


Meine Meinung


Nach dem Sturz in die Reichenbachfälle ist der berühmte Detektiv Sherlock Holmes verschwunden und sein Gegenspieler James Moriarty wird tot aufgefunden. Die Leiche trägt eine geheimnisvolle Botschaft auf sich, mittels derer der Scotland Yard Inspector Athelney Jones und der amerikanische Pinkerton-Detektiv Frederick Chase die Londoner Unterwelt aufmischen wollen.

Ein Sherlock Holmes Krimi, in dem Holmes nicht vorkommt. Kann das funktionieren? In meinen Augen ja. „Der Fall Moriarty“ fühlt sich an wie die anderen Holmes-Krimis von Anthony Horowitz, die das Original-Feeling der Doyle-Romane in meinen Augen gut rüberbringen. Erzählt wird die Geschichte wie auch bei Doyle üblich in der Ich-Perspektive, aber dieses Mal nicht von Holmes‘ Sidekick Dr. Watson, sondern vom Pinkerton-Agenten Chase. Die Rolle des Holmes‘ übernimmt in der Geschichte klar Jones, der dem berühmten Detektiven so ähnlich gestaltet wurde, dass ich das ganze Buch über darauf gewartet habe, dass er sich eine Perücke oder einen künstlichen Bart vom Kopf reisst und sich als Sherlock Holmes zu erkennen gibt (kleiner Spoiler: nein, das passiert nicht).

Die Handlung fand ich etwas verwirrend, da ich bald den Überblick über die verschiedenen Personen verloren hatte, die mir grösstenteils ziemlich blass erschienen und daher kein Wiedererkennungspotential aufwiesen.

Wie auch in seinen früheren Holmes-Geschichten geizt Anthony Horowitz auch hier nicht mit Anspielungen auf die originalen Sherlock-Holmes-Romane, wobei ich die meisten dieser Anspielungen für ziemlich unnötig hielt. Ein dahingeworfenes „weisst du noch, der Fall XY“ bringt weder die Geschichte weiter noch kann es den Leser wirklich unterhalten. Ich fand es auch etwas unnötig, dass der Polizist Jones dem Detektiven aus der Baker Street so eng nachempfunden wurde. So hatte ich über lange Strecken das Gefühl, dass der Autor Anthony Horowitz mehr kopiert als etwas Eigenes erschafft. Das Ende hat mir übrigens, wie auch so vielen anderen, überhaupt nicht gefallen.

Mein Fazit

Das Holmes-Feeling stimmt, etwas mehr Eigenleistung hätte allerdings sein dürfen.





Donnerstag, 8. September 2016

Sturmhöhe


Bildquelle

von Emily Brontë
übersetzt durch Wolfgang Schlüter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1000
  • Aktuelle Ausgabe : 09.05.2016
  • Verlag : Hanser, Carl
  • ISBN: 9783446250666
  • Fester Einband 640 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe nicht die abgebildete Ausgabe, sondern die Kindle-Ausgabe von Books on Demand gelesen.


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Inhalt


Cathy Earnshaw und ihr Stiefbruder, das Findelkind Heathcliff, sind einander bedingungslos zugetan und beide gleichermaßen wild und kompromisslos. Als ihre Freundschaft zu Liebe wird, beginnt eine Tragödie auf Leben und Tod. Cathy heiratet den Sohn der wohlhabenden Nachbarn, und Heathcliff verlässt gedemütigt die Gegend. Drei Jahre später kehrt er als reicher Mann zurück und versucht Cathy für sich zu gewinnen; ihre alte Liebe flammt wieder auf. Wolfgang Schlüter hat diesem Klassiker der englischen Literatur mit seiner Neuübersetzung eine faszinierende Gestalt gegeben: bedrohlich, leidenschaftlich, ausdrucksstark.
(Quelle: Carl Hanser)


Meine Meinung


„Sturmhöhe“ ist ein vor allem im englischsprachigen Raum sehr bekannter und auch beliebter Klassiker. Da ich Jane Austen sehr mag und hier etwas Vergleichbares erwartet hatte, nahm ich das Buch also durchaus positiv eingestellt zur Hand. Dies sollte sich jedoch schnell ändern.

Erzählt wird das Buch aus wechselnder Ich-Perspektive. Dabei erzählen die Figuren aber zu einem grossen Teil nicht dem Leser, sondern sich selbst untereinander, was bisher passiert ist. Klingt unnötig kompliziert? Ist es auch. Die Handlung würde ich eigentlich gerne als langweilig bezeichnen – wenn es denn eine Handlung gäbe, die einen solchen Namen verdienen würde. Ein paar Leute leben nebeneinander her, sollen angeblich unsterblich ineinander verliebt sein, behandeln sich jedoch gegenseitig wie Dreck, und ab und zu stirbt jemand. Das war‘s. Das ist die gesamte Handlung. Darüber hätte ich hinwegsehen können (bei der schon erwähnten Jane Austen ist die Handlung auch nicht immer besonders aufwändig gestaltet), wenn mir wenigstens die Figuren sympathisch gewesen wären. Aber jeden einzelnen fand ich auf die eine oder andere Art unmöglich, einige sogar vollumfänglich unausstehlich.

Wieso die Beziehung zwischen Catherine und Heathcliff bei vielen als Sinnbild für die romantische Liebe gelten soll kann ich erst recht nicht verstehen: die beiden lieben sich (angeblich), Catherine heiratet dann aber doch lieber Edgar, weil der Geld hat. Daraufhin heiratet Heathcliff Edgars Schwester und behandelt sie scheisse, um Catherine und Edgar zu bestrafen. Und das soll Liebe sein?!

Schlussendlich war das Buch für mich ein ziemlicher Reinfall, weiterempfehlen möchte ich es niemandem.

Mein Fazit

Kaum Handlung und unausstehliche Figuren.







Dienstag, 6. September 2016

Survive the Night


Bildquelle

von Danielle Vega
übersetzt durch Inge Wehrmann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.07.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 11.07.2016
  • Verlag : Beltz / Gulliver
  • ISBN: 9783407747310
  • Fester Einband 272 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Beltz Verlag und haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich und lässt sich von ihrer Freundin Shana überreden, auf eine der legendären illegalen »Survive the night«-Parties mitzukommen. Die findet in einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel statt und die Stimmung ist gigantisch. Bis Julie, ein Mädchen aus ihrer Clique, tot aufgefunden wird. Grausam zugerichtet. Casey, Shana und ihre Freunde sind schockiert. Sie wollen fliehen. Denn der Mörder scheint unter ihnen zu sein. Schon gibt es ein neues Opfer. Die Panik steigt. Wer oder was ist hinter ihnen her? Und wird Casey diese Nacht überleben? 
(Quelle: Beltz)


Meine Meinung


Casey und ihre Freunde nehmen an einer geheimen Party in Manhattans U-Bahn-Schächten teil. Als der Türsteher ihnen sagt, dass keiner vor dem Ende der Party rauskommt, wussten sie noch nicht, wie ernst das gemeint war.

Die Geschichte wird von der Protagonistin Casey in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt. Casey ist 17 und erst vor kurzem aus dem Entzug nach Hause gekommen, nach einem Sportunfall hat sie eine Schmerzmittelabhängigkeit entwickelt. Durch die gewählte Perspektive konnte ich mich gut in Casey hineinfühlen, fand sie aber nicht restlos sympathisch und konnte ihre Handlungsweise nur bedingt nachvollziehen. Über die anderen Figuren erfährt man im Laufe der Geschichte nur sehr wenig, aber auch die waren mir grösstenteils eher bis ausgeprägt unsympathisch. Die Geschichte beginnt mit einer recht langen Einleitung, erst bei Beginn der Party nach etwa einem Drittel des Buches geht es so richtig los, davor plätschert die Handlung gemütlich vor sich hin.

Der Verlag bezeichnet „Survive the Night“ als Thriller, ich würde es jedoch eher in die Horror-Sparte einordnen. Die Handlung ist spannend und nervenaufreibend, aber zu einem gewissen Grad auch ziemlich surreal. Wer nur absolut realistische Bücher mag, wird hier nicht glücklich.

Der Schreibstil der Autorin Danielle Vega ist sehr bildhaft, ich hatte bei der Lektüre öfter das Gefühl, ein Drehbuch zu einem Teenie-Horrorfilm zu lesen, anstelle eines Romans. Sie verwendet blumige Beschreibungen und setzt den Schwerpunkt mehr auf die Umgebung und die Geschehnisse als auf die Dialoge. Die Verlagsempfehlung ab 14 kann ich nicht unterstützen, eine genaue Verfilmung des Buches erhielte sicher keine Jugendfreigabe. Ich würde das Buch keinem Jugendlichen unter 16 oder gar noch älter empfehlen. Auch wer sehr ängstlich oder schreckhaft ist oder eine grosse Abneigung gegen Blut und Eingeweide hat sollte sich hier lieber fernhalten.

Mein Fazit

Mehr Horror als Thriller, aber spannend und unterhaltsam. Nichts für Jüngere oder Ängstliche!





Rezensionsexemplar


Montag, 5. September 2016

[Hörbuch] Der Schwarm


Bildquelle

von Frank Schätzing
gelesen von Stefan Kaminski

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2004
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2014
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783844511116
  • herunterladbare Audio-Datei
  • Sprache: Deutsch 

Hörprobe
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Inhalt


Ein Fischer verschwindet vor der Küste Peru spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
(Quelle: Hörverlag)


Meine Meinung


Wale greifen Menschen an und methanfressende Würmer verursachen Tsunamis. Das Meer scheint sich gegen die Menschheit zu wenden. Eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Soldaten versucht, das Überleben der Menschheit zu sichern.

Die Handlung wird von einem auktorialen Erzähler aus wechselnder Perspektive erzählt. Die Geschichte besteht aus verschiedenen Handlungssträngen, die zwar alle zusammenhängen, aber zu einem grossen Teil nebeneinander erzählt werden, ohne wirklich miteinander verflochten zu werden. Dies führt zu einer grossen Anzahl Protagonisten – zu vielen für meinen Geschmack. Ich hatte teilweise Mühe, all die verschiedenen Personen auseinanderzuhalten und mir zu merken, wer wie in der ganzen Geschichte drinsteckt. Ich empfehle zudem allen Lesern oder Hörern, ihr Herz nicht zu stark an einen der Protagonisten zu hängen – wie bei „Game of Thrones“ schützt auch hier eine Hauptrolle nicht vor dem plötzlichen und überraschenden Tod. Die Anzahl der im Epilog noch lebenden Charaktere ist klein… Dass mein sein Herz an einen der im Buch vorkommenden Amerikaner hängt ist ohnehin unwahrscheinlich, alle amerikanischen Figuren sind so übertrieben klischeehaft unsympathisch dargestellt, dass es einfach nur lächerlich wirkt.

Der Schreibstil von Frank Schätzing lässt sich flüssig lesen (oder in meinem Fall vorlesen lassen), bleibt aber eher trocken. Gespickt mit wissenschaftlichen Begriffen und Erklärungen ist der Roman sehr informativ und lehrreich, aber alles andere als „leichte Lektüre“. Der Begriff „Wissenschaft“ wird bei diesem Wissenschaftsthriller wirklich ernst genommen. Kombiniert mit der Dicke des Buches empfehle ich, genügend Zeit zur Lektüre einzuplanen.

Trotz den eher trockenen, wissenschaftlichen und manchmal etwas war langen Beschreibungen liest sich „Der Schwarm“ nach einer Weile wirklich spannend. Der Anfang ist jedoch eher zäh gestaltet, die Einleitung, die erklärt, wie sich sie Situation entwickelt hat, dauert sehr lange. Wer durchhält, wird aber mit einem sehr spannenden, wenn auch ausser in einzelnen Szenen eher geruhsam erzählten Thriller belohnt. Lediglich der Schluss ist in meinen Augen zu philosophisch geraten.

Der Vorlesestil des Sprechers Stefan Kaminski passt sehr gut zum Schreibstil Frank Schätzings, auch der Vortrag ist sehr nüchtern, fast nachrichtensprecherartig gehalten. Manchmal hätte ich mit etwas mehr Emotionen gewünscht, die hätten allerdings nur bedingt zum Schreibstil gepasst.

Mein Fazit

Sehr wissenschaftlich mit verwirrend vielen Personen. Das „Durchkämpfen“ durch den zähen Anfang wird mit einem spannenden Wissenschaftsthriller belohnt. 







Samstag, 3. September 2016

Monats-Rückblick August





Bücher gelesen:           11 (davon 2 eBooks)
Hörbücher gehört:         4
Seiten gelesen: ca.   4350
Seiten pro Tag: ca.     140



Im August habe ich folgende Bücher gelesen:

"Pearl Nolan und der tote Fischer" von Julie Wassmer
"CyberWorld 2.0 - House of Nightmares" von Nadine Erdmann
"Die Chroniken der Seelenwächter 15 - Auf Leben und Tod" von Nicole Böhm
"Zürich fliegt" von Rahel Hefti
"Harry Potter and the cursed Child" von Jack Thorne
"Der Jungfrauenmacher" von Derek Meister
"Pretty Baby" von Mary Kubica
"Verwesung" von Simon Beckett
"Secret Fire - Die Entflammten" von J.C. Daughtery
"Die Auserwählten - Im Labyrinth" von James Dashner
"Survive the Night" von Danielle Vega (Rezension folgt)



Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"Mit Axt, Charme und Melone" von Colin Cotterill
"An einem Tag im November" von Petra Hammesfahr
"Der Schwarm" von Frank Schätzing (Rezension folgt)
"Erlöse mich" von Michael Robotham (Rezension folgt)



Top des Monats

Diesen Monat habe ich einige sehr gute Bücher gelesen. Als langjähriger Potterhead möchte ich hier natürlich "Harry Potter and the cursed Child" von Jack Thorne explizit erwähnen, aber auch "Secret Fire - Die Entflammten" von J.C. Daughtery hat mich toll unterhalten.





Flop des Monats

"Pearl Nolan und der tote Fischer" von Julie Wassmer konnte mich nur durchschnittlich unterhalten, aber einen wirklichen Flop gab es diesen Monat zum Glück nicht.



Neuzugänge

Im August war ich etwas braver als die Monate zuvor, dank einiger Reziexemplare, die noch unterwegs sind, schrumpft der SuB aber immer noch nicht wirklich.






Donnerstag, 1. September 2016

Die Auserwählten - Im Labyrinth


Bildquelle

von James Dashner
übersetzt durch Anke Caroline Burger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.03.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 25.04.2013
  • Verlag : Carlsen
  • ISBN: 9783551312310
  • Flexibler Einband 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch


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Bücher der Reihe:
Im Labyrinth
In der Brandwüste
In der Todeszone



Inhalt


Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsamen Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in dem mörderische Kreaturen lauern. Nun liegt es an ihm und den anderen Überlebenden, einen Weg in die Freiheit zu finden. Doch die Zeit drängt und nicht alle werden es schaffen …
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


Thomas wacht in einem Aufzug auf, mit dem er zu einer Lichtung transportiert wird, wo ihn eine Gruppe Jugendliche ein Empfang nimmt. Er weiss weder, wer er ist, noch woher er kommt, auch die anderen Jugendlichen haben ihr Gedächtnis verloren. Das einzige, das sie wissen: der Weg nach Hause führt durch ein Labyrinth, das von tödlichen Kreaturen bewacht wird…

Die Geschichte wird aus der Sicht von Thomas erzählt, der zu Beginn genauso wenig wie der Leser versteht, was hier eigentlich vorgeht und so zusammen mit ihm die Welt, in der die Geschichte spielt, und deren Regeln entdecken kann. Über Thomas erfährt man nur wenig, was wohl daran liegt, dass er sich selber nicht daran erinnern kann, wer er ist und über welche Eigenschaften er verfügt. So bleibt er ziemlich blass, auch wenn sich die ganze Geschichte im Grunde nur um ihn dreht.

Beim Schreibstil des Autors James Dashner sind mit besonders die überaus blumigen Umschreibungen aufgefallen, sodass ich manchmal ab den verwendeten Metaphern schmunzeln musste. Die Sprache ist eher einfach gehalten mit auffällig vielen Wiederholungen, wobei ich nicht beurteilen kann, ob das dem Autor oder dem Übersetzer geschuldet ist. Da die Jugendlichen Protagonisten eine eigene Sprache verwenden, kam ich bei der Lektüre immer wieder ins Stocken, wenn wieder ein mir nicht geläufiges Wort auftrat. Ausserdem erkannte ich den Sinn dieser neuen Sprache nicht ganz: die Protagonisten sind Jugendliche, die seit maximal zwei Jahren ohne Erwachsene leben. Wieso sollten sie da eine eigene Sprache erfinden und „Scheisse“ nicht einfach „Scheisse“ nennen anstelle von „Klonk“? Die Jugendlichen sind doch keine Kleinkinder mehr?!

Die Handlung ist spannend aufgebaut, wenn auch nicht besonders innovativ oder überraschend. Dadurch werden die Geschehnisse zu einem gewissen Grad vorhersehbar Das Ende kam mir allerdings ziemlich unausgegoren vor: im allerletzten Kapitel wird ein neuer Handlungsstrang eingeführt. Das soll wohl die Leser unbedingt bei der Stange halten, ich find eine solche Taktik allerdings recht unschön. Einen in sich abgeschlossenen Band hätte ich ansprechender gefunden. Auch einige Logiklöcher und zähe Stellen trüben etwas das Lesevergnügen. Alles in Allem hat mir „Die Auserwählten – Im Labyrinth“ aber dennoch überdurchschnittlich gut gefallen.

Mein Fazit

Spannend, aber auch etwas vorhersehbar.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 48, ein Buch aus dem Verlag, aus dem (mit) die meisten Bücher auf Deinem SuB liegen. Vom Carlsen Verlag liegen zurzeit die meisten Bücher auf meinem SuB.

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