Mittwoch, 29. April 2015

Mani Matter - Eine Biographie


Bildquelle


von Wilfried Meichtry

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2013
  • Verlag : Nagel & Kimche
  • ISBN: 9783312005598
  • Fester Einband: 240 Seiten

Inhalt


Jedes Kind kennt in der Schweiz seine Musik - und liebt sie wie jeder Erwachsene, weil jedes Lied von ihm magisch genau die helvetische Seele trifft. Als Mani Matter mit nur 36 Jahren 1972 bei einem Autounfall ums Leben kam, war er bereits selbst zum Mythos geworden. Mit seinen berndeutschen Chansons hat er die Menschen verzaubert. Aber Mani Matter war nicht nur ein begnadeter Dichter, er war Staatstheoretiker, Philosoph und Familienvater. Vierzig Jahre nach dem Tod zeichnet der Historiker Wilfried Meichtry auf der Basis vieler bislang unbekannter Dokumente das Leben Matters nach - die faszinierende und spannende Biographie eines Manns, der mit seinen Liedern ein Land geprägt hat.
(Quelle: Nagel & Kimche)


Mein Fazit


Für meine Schweizer Leser muss ich nicht erklären, wer Mani Matter war. Die Nicht-Schweizer unter euch werden sich jetzt sicher fragen „Mani wer?“, aber wer Manis Musik nicht kennt, wird wohl auch kein Interesse an seiner Biographie (respektive einer Rezension über dieselbe) haben und diesen Text schon gar nicht lesen…

Ich bin seit vielen Jahren ein Mani Matter Fan. Ich habe die Lieder natürlich schon als Kind in der Schule gesungen, wirklich zu faszinieren begonnen hat mich Mani dann aber erst mit rund 20 Jahren, als ich an der Uni Bern in den selben Hörsälen gesessen bin wie auch Mani gut 50 Jahre zuvor. Die vorliegende Biographie habe ich mir anlässlich einer musikalisch begleiteten Lesung des Autors Wilfried Meichtry gekauft.

Im Gegensatz zu anderen Büchern über Mani Matter, die ich gelesen habe, konzentriert sich Meichtry nicht auf Matter, den Musiker, sondern auf Matter, den Menschen. Dass Mani Matter musiziert, gedichtet und komponiert hat, wird natürlich nicht verschwiegen, aber eher nebenbei erwähnt. Schwerpunktmässig versucht sich Wilfried Meichtry mehr auf die Gedanken und Gefühle, die Motivation von Mani Matter zu konzentrieren, was ihm mit Hilfe von Interviews mit Familie, Freunden und Bekannten sowie Briefen und Tagebüchern auch gut gelingt. Ein recht grosser Teil des Buchs beschäftigt sich mit Mani Matters Kindheit und Jugend, die in anderen Büchern meist nur kurz angeschnitten wird. Der Schreibstil des Historikers Meichtry liest sich dabei angenehm flüssig, eher wie ein Roman als wie ein Sachbuch.

Wer sich wie ich für Mani Matter interessiert, dem kann ich diese Biographie unbedingt empfehlen. Viele der biographischen Daten sind dem „Durchschnitts-Fan“ zwar schon bekannt, durch die verwendeten Tagebucheinträge und Briefe kann Wilfried Meichtry jedoch Hintergründe aufzeigen, die bisher der Öffentlichkeit unbekannt waren.





Daggis Buch-Challenge


Das Buch zeigt auf dem Cover eine Schwarzweissfotografie von Mani Matter. Damit erfüllt es die Aufgabe 6, ein überwiegend weisses oder graues Cover.



Montag, 27. April 2015

Feuer und Stein


Bildquelle


von Diana Gabaldon

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1995
  • Aktuelle Ausgabe : 07.08.2002
  • Verlag : Blanvalet Verlag
  • ISBN: 9783764501556
  • Fester Einband: 798 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe nicht diese Ausgabe, sondern die englische eBook-Variante gelesen.


Inhalt


Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichtsahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743.

Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung; die Highlander sind geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire – eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.

Da begegnet sie James Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass dieser Mann über ihr Schicksal entscheidend mitbestimmen wird, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen James Fraser.
Eine Lektion hat sie inmitten dieses Abenteuers jedoch bereits gelernt – dass der Instinkt eines Mannes, die Frau zu beschützen, die er liebt, so alt ist wie die Zeit...
(Quelle: Blanvalet)


Mein Fazit


Die Krankenschwester Claire wird kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs in die Vergangenheit katapultiert, wo sie 1743 den Highlander Jamie kennen und lieben lernt.

Gleich zu Beginn möchte ich hier eine Warnung aussprechen: obschon die Bücher Mitte des 18. Jahrhunderts spielen und die Protagonistin eine Zeitreise erlebt, handelt es sich bei Diana Gabaldons „Highland-Saga“ nur am Rande um historische Romane oder gar Fantasy. Die Bücher drehen sich in erster Linie um Liebe, Sex und Gewalt, und sind nach meiner Einschätzung für Männer eher nicht geeignet. Schaut man sich die negativen Rezensionen auf Amazon an, scheinen doch eine Menge Leute von diesem Buch enttäuscht worden zu sein, da sie falsche Erwartungen hatten.

Wer weiss, dass sich hinter „Feuer und Stein“ ein manchmal recht kitschiger Liebesroman verbirgt und sich darauf einlässt, erhält eine schöne Liebesgeschichte in den schottischen Highlands. Natürlich gibt es einige Kritikpunkte, die auch ich als Fan nicht verleugnen kann. Beispielsweise erscheint es ziemlich weit hergeholt, dass Claire und Jamie sich kaum füreinander zu interessieren scheinen, es aber miteinander treiben wie Karnickel (tut mir leid, diese Formulierung trifft es am Besten), sobald sie verheiratet sind (und dabei auch Claires erster Ehemann Frank praktisch vergessen geht). Auch die Zähheit von Jamie, der an seinem Wunden mindestens drei Mal hätte sterben müssen, wirkt nur bedingt realistisch. Sowohl die Anzahl der Sexszenen wie auch die ausführlichen Schilderungen der medizinischen Eingriffe hätten für meinen Geschmack etwas eingeschränkt werden können. Zudem hat das ganze Buch mit über 800 Seiten zugegebenermassen deutliche Überlänge. Aber ich bin halt nun einmal schon seit Jahren Fan von Diana Gabaldons Bücher und durch die neue Fernsehserie „Outlander“ hatte ich wieder einmal Lust, „Feuer und Stein“ zu lesen. Trotz aller Kritikpunkte liebe ich es, in Gedanken mit Claire nach Castle Leoch und Lallybroch zu reisen und mir vorzustellen, ich selber würde dem rothaarigen Hünen Jamie begegnen. 

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Claire erzählt. Was sie nicht direkt miterlebt, wird ihr später von Jamie (oder sonstigen Beteiligten) geschildert. In späteren Bänden werden einige Ereignisse auch aus der Perspektive von anderen Protagonisten geschildert, das ist bei "Feuer und Stein" aber noch nicht der Fall. 

Wer gerne Liebesschnulzen in historischem Umfeld liest und sich von Gewalt nicht abschrecken lässt, dem möchte ich „Feuer und Stein“ als Einstieg in die „Highlander-Saga“ gerne empfehlen. Wer hingegen einen historischen Fantasyroman sucht, der wird hier wohl nicht glücklich.




Daggis Buch-Challenge


"Feuer und Stein" wurde vom Verlag Blanvalet veröffentlicht und erfüllt damit die Aufgabe Nr. 20

Samstag, 25. April 2015

Das Nostradamus-Testament



Bildquelle


von Tom Egeland

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.02.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 17.02.2014
  • Verlag : Goldmann Verlag
  • ISBN: 9783442479825
  • Flexibler Einband: 560 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Goldmann-Verlag hat mir das Taschenbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür! Das Buch ist im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.


Inhalt


Ein bisher unbekanntes Manuskript des französischen Visionärs Nostradamus wird gefunden. Es ist eine kleine Sensation, als es auf einer Konferenz in Florenz präsentiert wird, an der auch der Archäologe Bjørn Beltø teilnimmt. Doch dann wird das Dokument vor den Augen der Konferenzteilnehmer gestohlen und der Forscher, der es entdeckt hat, auf dramatische Weise entführt. Nostradamus’ Manuskript beinhaltet nämlich eine Reihe von Codes – die Beltø nun lösen muss, bevor die Kidnapper dies tun. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, ein Kampf um Leben und Tod.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Mein Fazit


Während einer Tagung in Florenz wird der italienische Professor Lorenzo Moretti entführt. Der norwegische Archäologe Bjørn Beltø macht sich zusammen mit Morettis Frau auf die Suche nach dem Verschwundenen, und gerät dabei in eine jahrhundertealte Schatzsuche.

Der norwegische Protagonist Bjørn Beltø ist eigentlich ein ganz normaler Archäologe, mit einer Ausnahme: er ist Albino (eine Hommage in Silas in Dan Browns „Sakrileg“ [The Da Vinci Code]? Wohl eher umgekehrt, da dieser erst 2003 erschien, der erste Bjørn Beltø Band aber bereits 2001). Die Geschehnisse erschüttern ihn, ich hatte während der Lektüre aber doch den Eindruck, dass ihm die Sache (abgesehen von der Lebensgefahr) eigentlich auch Spass machte.

„Das Nostradamus-Testament“ ist in mehrere Teile, Kapitel und Unterkapitel aufgeteilt. Der Erzählstil von Tom Egeland ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die meiste Zeit wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Bjørn Beltø erzählt, in der Vergangenheit. Ein kurzes Unterkapitel wird dann aber im Präsens geschildert. Ein Übersetzungsfehler oder ein Stilmittel? Wenn es ein Stilmittel sein sollte, wird es danach aber nicht mehr wiederholt. Die Sicht von Beltø wirkt sehr erzählend, auf die Gefühle und Gedanken des Protagonisten fokussiert, als ob er das Ganze einem guten Freund (oder einem Psychiater) schildern würde. Zwischen die Erlebnisse von Beltø werden Kapitel über Lorenzo Moretti eingeschoben, die aus der Beobachterperspektive, aber im Präsens erzählt werden. Ungefähr in der Mitte des Buches findet sich ein Kapitel über den Universitätsprofessor Blackmore, das ebenfalls in der Beobachterperspektive geschrieben wurde, in dem der Wechsel zwischen den einzelnen Unterkapitel im selben Satz stattfindet, geteilt durch drei Punkte… Für diesen Abschnitt wurde eine andere Schrift gewählt als für den Rest des Buches. Wiederum andere Kapitel sind in der Beobachterperspektive über historische Ereignisse geschrieben. Den Schluss hat der Autor Tom Egeland, wie so oft bei Büchern dieses Genres, offen gestaltet.

„Das Nostradamus-Testament“ spielt zu einem Grossteil in Florenz, das der Religions-Thriller-Fan ja schon aus Dan Browns „Inferno“ kennt, welches aber erst ein Jahr nach dem norwegischen Original von „Das Nostradamus-Testament“ veröffentlicht wurde. Da ich Ostern in Florenz verbracht habe, habe ich mich natürlich besonders über die Schilderungen dieser schönen Stadt gefreut, die sich aber hauptsächlich auf die Nennung von Strassennamen beschränken.

„Das Nostradamus-Testament“ ist der vierte und neuste Band aus der Reihe um Bjørn Beltø, alle vier Bände sind in der deutschten Übersetzung beim Goldmann-Verlag erschienen, die vorhergehenden jedoch nur als eBook. Dass bereits drei Vorgänger erschienen sind, habe ich erst während der Lektüre festgestellt, die Kenntnis der anderen Bände ist aber nicht nötig, um die Handlung des Thrillers zu verstehen. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, daher werde ich mir die Vorgänger sicher auch mal genauer anschauen. Wer wie ich die Thriller von Dan Brown mag und neues Lesematerial sucht, um die Zeit bis zum nächsten Robert-Langdon-Roman zu überbrücken, dem kann ich mit gutem Gewissen empfehlen, sich mal die Beltø-Reihe von Tom Hegeland anzuschauen, zumindest den neusten Band „Das Nostradamus-Testament“.





Daggis Buch-Challenge


Der Autor Tom Egeland kommt aus Norwegen. Damit erfüllt "Das Nostradamus-Testament" die Aufgabe Nr. 36, ein Buch von einem Autor, der weder aus den USA, Grossbritannien noch aus Deutschland kommt.



Rezensionsexemplar



Freitag, 24. April 2015

Dämon - Das Buch zum Film



Bildquelle


von Dewey Gram

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 1998
  • Aktuelle Ausgabe : 1998
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453144736
  • Flexibler Einband: 252 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich


Inhalt


Der mehrfach ausgezeichnete Polizist John Hobbes und sein Partner Jonsey haben es nach langen Ermittlungen endlich geschafft, einen psychopathischen und ziemlich unheimlichen Serienkiller zur Strecke zu bringen. Er wird verurteilt und hingerichtet. Hobbes und Jonsey sind bei beiden "Veranstaltungen" dabei. Kurze Zeit nach der Hinrichtung beginnt ein neuer Killer, sein Unwesen zu treiben - und zwar nach dem selben grauenhaften Schema wie bei Hobbes' letztem Fall! Lieutenant Stanton Hobbes' Vorgesetzter, vermutet hinter den schrecklichen Verbrechen entweder einen Wahnsinnigen, der versucht, seinem Idol nachzueifern, oder aber einen durchgeknallten Polizisten. Und tatsächlich scheinen plötzlich einige Indizien dafür zu sprechen, daß Hobbes mehr in die Fälle verwickelt zu sein scheint, als ihm eigentlich bewußt ist!Bei seinen Nachforschungen trifft Hobbes auf die attraktive Theologieprofessorin Gretta deren Wissen über das Übernatürliche und die Macht des Bösen Hobbes auf eine neue Spur bringen. Gemeinsam finden sie heraus, daß der Geist des hingerichteten Killers tatsächlich weiterzuleben scheint - denn dieser war von einem Dämon besessen, der nun nach einem neuen Wirt zu suchen scheint  
(Quelle: Amazon)

Mein Fazit


Als Morde nach dem Modus Operandi eines bereits hingerichteten Täters geschehen, macht sich der Polizist John Hobbes auf die Suche nach dem Täter. Ist es ein Trittbrettfahrer, oder ist der Hingerichtete wieder auferstanden?

„Dämon – Trau keiner Seele“ ist das Buch zum gleichnamigen Film mit Denzel Washington aus dem Jahre 1998. Der Film war damals recht erfolgreich, heute scheint ihn aber wohl niemand mehr zu kennen. Beim Buch handelt es sich dabei um das in Romanform umgewandelte Drehbuch, was man meines Erachtens auch gut merkt. Ich hatte während der ganzen (bei rund 250 Seiten relativ kurzen) Lektüre eher das Gefühl, einen Film anzuschauen als ein Buch zu lesen. Die Erzähllung wird zyklisch vorgenommen, beginnt mit dem Schluss, springt dann zurück in die Vergangenheit um an dem Punkt zu Enden, an dem sie begonnen hat. Der Schreibstil des Autors Dewey Gram liest sich recht flüssig, sodass ich „Dämon“ innerhalb eines Tages fertiggelesen hatte.

Die (lediglich) zwei Rezensionen auf Amazon vergleichen „Dämon“ mit dem Film „Sieben“ und nennen ihn einen würdigen Nachfolger. Ich sehe das anders, da die beiden Filme (respektive das Buch zum Film) kaum etwas miteinander zu tun haben, ausser dass beides Thriller sind. Inhaltich ist „Dämon“ stark übernatürlich geprägt und hätte durchaus auch als Fantasy-Film vermarktet werden können, was Ende der neunziger aber noch nicht wirklich erfolgversprechend war.

Ich habe „Dämon“ nun zum zweiten Mal gelesen, nachdem das Buch mehrere Jahre in meinem Billy-Regal gestanden hatte und ich mich nicht mehr daran erinnern konnte, ob ich es eigentlich gut fand. Die Lektüre hat mich trotz des sehr „filmischen“ Erzählstils, der nicht so meins ist, gut unterhalten und ich fand es sehr spannend, ein drittes Mal werde ich den Thriller aber wohl nicht mehr lesen. Für Interessierte ist zu betonen, dass das Buch stark Fantasy-lastig ist. Wer seine Thriller in einem realistischen Umfeld bevorzugt, wird damit wohl nicht glücklich. 






Mittwoch, 22. April 2015

Mord am Meer: Ein Nordsee-Krimi



Bildquelle


von Leo Fischl

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.02.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 16.02.2015
  • Verlag : Kuwitz-Verlag
  • ISBN: B00SXYRWX8
  • E-Buch Text: 198 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Autor Leo Fischl hat mir das Taschenbuch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


Inhalt


Die attraktive 23-jährige Bäckereiverkäuferin Christina Friedrich wird in ihrer Cuxhavener Wohnung an der Nordsee tot aufgefunden. Der Mörder hat ihr heißes Wachs über den Körper gegossen, ihr eine Kerze ins Geschlechtsteil gesteckt und sie kaltblütig erstickt. War es ein Serienkiller? Ein Irrer? Ein Sexualverbrecher? Oder doch vielleicht ein Liebhaber aus der Region?

Kommissar Jürgen Kempner eilt aus Hannover herbei, um die Cuxhavener Polizei bei dem Mordfall zu unterstützen. Die Spur führt ihn und seine Kollegin Paula Petersen von Cuxhaven über Delmenhorst bis nach Bremerhaven. Bei seinen Ermittlungen trifft das Duo auf dubiose Seemänner, Mitglieder eines Geheimbundes, Verbrecher aus dem Rotlichtmilieu und viele schweigsame Norddeutsche. Was haben sie alle zu verbergen? Und viel wichtiger noch: Wird der Mörder noch einmal zuschlagen? Ein Rennen gegen die Zeit beginnt. 
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit


Nachdem in Cuxhaven eine junge Frau ermordet aufgefunden wurde, macht sich der hannoveraner (oder heisst das hannoversche?) Kriminalkommissar Kempner auf den Weg, dieses Verbrechen aufzuklären.

Bei „Mord am Meer“ handelt es sich um den Debutroman von Leo Fischl. Ein klassischer Krimi, der mit dem Verbrechen beginnt und den Ermittler bei der Aufklärung des Falls beobachtet. Der Kriminalfall ist in sich logisch und regt zum miträtseln an. Der Kriminalkommissar Jürgen Kempner und seine Partnerin Paula sind mir dabei durchaus sympathisch, wenngleich sie in diesem Roman noch etwas blass bleiben.

Der Schreibstil ist stellenweise etwas holprig, was bei einem Debutroman aber nichts Aussergewöhnliches ist. Der Autor Leo Fischl macht dies aber mit einer spannenden Story wieder wett. Cuxhaven, Delmenhorst und Bremerhaven, die Schauplätze, werden dabei detailliert gezeichnet, wobei der Autor doch eine deutliche Abneigung gegen Delmenhorst zu haben scheint (ich war noch nie in Niedersachsen, ich kann also nicht beurteilen, ob diese Abneigung gerechtfertigt ist). Wer einen Krimi für zwischendurch sucht, und in Gedanken gerne an die Nordsee verreist, wird sich mit „Mord am Meer“ sicher gut unterhalten. 




Daggis Buch-Challenge


"Mord am Meer" ist wie erwähnt der Debutroma des Autors Leo Fischl. Damit ist auch Aufgabe Nr 41 erfüllt.



Rezensionsexemplar



Montag, 20. April 2015

Kanakenblues



Bildquelle


von David Grey

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2015
  • Verlag : Pendragon
  • ISBN: 9783865324542
  • Flexibler Einband: 384 Seiten

Der Autor David Grey hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Inhalt


Es ist eine Nacht, die Hauptkommissar Boyle nie vergessen wird. Kurz hintereinander werden zwei junge Männer ermordet aufgefunden. Sie wurden durch Schüsse eiskalt hingerichtet. Boyle glaubt nicht an Zufälle. Unter Hochdruck sucht er nach einer Verbindung zwischen den Mordfällen, denn einer der Ermordeten ist ausgerechnet der Sohn des Hamburger Polizeipräsidenten. Bei seinen Ermittlungen bekommt Boyle es mit korrupten Polizisten, mächtigen Gangsterbossen und nicht zuletzt mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit zu tun. Als sich die Hinweise verdichten, beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf den „Kanakenmörder“, hinter dem nicht nur die Polizei her ist.  Die Zeit für Boyle wird verdammt knapp in dieser Nacht, in der das Morden kein Ende nehmen will …
(Quelle: Pendragon)


Mein Fazit


Während mancher Leser schon vom Titel „Kanakenblues“ abgestossen sein könne, passt er ideal zum Inhalt dieses Buches, das zwar eindeutig in die grosse Krimi-Schublade gehört, aber nicht ein wirklicher, „reinrassiger“ Krimi ist. Während Verbrechen und deren Aufklärung durchaus eine grosse Rolle einnehmen, tragen sie das Buch nicht alleine. Zu vieles spielt noch mit; wie man dem Namen des Romans schon entnehmen kann wird der alltägliche Rassismus thematisiert, doch auch dieser spielt nicht die Hauptrolle. Da „Kanakenblues“ nicht nur aus der Sicht des Ermittlers, sondern rund zur Hälfte auch aus der Sicht des Täters erzählt wird, nehmen natürlich auch dessen Gedanken und Motivation einen grossen Platz ein.

Der Autor David Grey hält offensichtlich nichts von schwarz und weiss. Keine seiner Figuren ist eindeutig gut, aber auch keine eindeutig böse (obschon man darüber diskutieren könnte). Eine Unzahl von Grauschattierungen beherrscht das Buch, wobei die Polizisten nicht unbedingt besser (aber auch nicht schlechter) wegkommen als die Verbrecher. So kam es, dass ich für manchen Gangster oder sogar Mörder eine grössere Sympathie empfand als für manche Polizisten. Im Allgemeinen ist das Buch aber sehr düster gehalten, sowohl von der Stimmung her wie auch von den eher düsteren/dunkelgrauen Figuren, bei denen jeder Dreck am Stecken hat.

Der Schreibstil von David Grey liest sich flüssig, obschon ich bei manchen Randfiguren etwas Mühe hatte, sie zu unterscheiden, da sie nur kurz und nebenbei erwähnt wurden. Die Protagonisten sind aber sehr deutlich und lebensecht gezeichnet, so dass ich mich gut in sie hineinfühlen konnte.

Wer lockere Unterhaltung für zwischendurch sucht, ist mit „Kanakenblues“ falsch beraten. Wer sich aber gerne im Zwielicht durch Korruption, Drogen und Mord kämpft, in einer Story, die man eigentlich eher aus Detroit oder Chicago erwartet hätte als aus Hamburg, und der auch gerne nach Abschluss der Lektüre noch etwas über das Gelesene nachdenkt, dem kann ich „Kanakenblues“ mit gutem Gewissen empfehlen.






Rezensionsexemplar



Samstag, 18. April 2015

Das Nazareth-Gen



Bildquelle


von Michael Cordy

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1999
  • Aktuelle Ausgabe : 01.06.2000
  • Verlag :Heyne
  • ISBN: 9783828400078
  • Fester Einband: 476 Seiten
  • Sprache: Deutsch 
 Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich.


Inhalt


Im Jahre 1968 machen sich Mitglieder der "Bruderschaft von der Wiederkunft Christi" auf den Weg zu einem geheimnisvollen Ort in der jordanischen Wüste. Ihr Ziel: eine uralte Felsformation, deren fünf Zacken die Finger einer Hand bilden. Dazwischen der Eingang einer Höhle, die vor zwei Jahrtausenden in den Fels gehauen wurde. Tief im Innern brennt eine ewige Flamme. 2000 Jahre lang brannte die Flamme orangerot, nun steht Chefbruder Ezekiel fassungslos davor. Die alten Prophezeiungen haben sich bewahrheitet: die Flamme ist strahlend weiß! Die Bruderschaft kennt die Bedeutung dieses Zeichens. Der Messias wandelt wieder auf Erden, nun muß er noch gefunden werden.

Schnitt. Stockholm im Jahre 2002, es ist die Nacht der Nobelpreisverleihung. Erhalten wird ihn der Amerikaner Tom Carter für seine bahnbrechenden Erfolge auf dem Gebiet der Genforschung. Bei ihm seine schöne Frau Olivia und Tochter Holly. Im Blitzlichtgewitter fallen plötzlich Schüsse. Sie gelten Tom, töten aber seine Frau. Carter lebt, der Killer kann unerkannt entkommen. Die Obduktion der Leiche Olivias ergibt, daß sie einen Gehirntumor hatte. Tom Carter ist alarmiert. Besitzt auch der letzte ihm nun verbliebene Mensch, seine Tochter Holly, dieses krebsauslösende Gen?
(Quelle: Amazon)

Mein Fazit


Genforschung und die katholische Kirche. Zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, doch der Autor Michael Cordy schafft es geschickt, sie zu verweben. Das Buch wurde 1996 geschrieben und spielt aus damaliger Sicht sechs Jahre in der Zukunft. Für uns liegen die Ereignisse in „Das Nazareth-Gen“ natürlich längst in der Vergangenheit. Ich mag Bücher, deren Zukunftsversionen ich mit dem wirklich Geschehenen vergleichen kann. Hier sind die Unterschiede nicht so gravierend, da der Zeitsprung nicht so gross war, daher müssen wir uns nicht mit fliegenden Autos oder Roboterputzfrauen rumschlagen, die früher ja im Jahr 2000 erwartet wurden. Einige Dinge hat der Autor dennoch anders prophezeit, als sie eingetreten sind (glücklicherweise). Da ich vor der Lektüre nicht nachgeschaut habe, wann das Buch erschienen ist, war mir nicht bewusst, dass ich eine Zukunftsvision in den Händen hatte und war wegen einiger Beschreibungen irritiert, da sie nicht mit meinen Kenntnissen übereinstimmten. Sobald ich mich aber darauf einlassen konnte, dass es sich hier um eine hypothetische Zukunft, und nicht die tatsächliche Vergangenheit handelte, hat mich die Lektüre gut unterhalten.

Leider erschien mir der Protagonist Tom Carter etwas flach, sodass ich nur am Rande mit ihm mitleiden konnte. Auch die Motive seiner Gegner leuchteten mir nur bedingt ein. Aus der grundsätzlich sehr spannenden Idee hätte man wohl mehr machen können. Gut gefallen hat mir das offene Ende, das den Ausgang der Geschichte der Phantasie des Lesers überlässt. Für Fans von Religions- und Wissenschaftsthrillern (man muss wirklich beides mögen, um Gefallen an „das Nazareth-Gen“ zu finden) ist dieser Thriller durchaus zu empfehlen, ein Must-Read ist es allerdings nicht. 







Freitag, 17. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 7: Tod aus dem Feuer


Bildquelle


von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.03.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 09.03.2015
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340756
  • E-Buch Text: 146 Seiten

Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!



Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf


Inhalt


Jess befindet sich in ihrer ganz persönlichen Hölle. Hilflos an Jaydee gekettet muss sie mit anhören, wie Violet vor Qualen schreit und Ralf anfleht, aufzuhören. Aber auch Jaydee geht es nicht besser: Er versucht mit aller Kraft, den Jäger in seinen Schranken zu halten und weiß, dass er es nicht schaffen wird. Sobald er seine Ketten gesprengt hat, wird er sich auf Jess stürzen und ihr Blut fordern.
Mittlerweile wirken sich Ralfs Pläne nicht nur auf das Leben von Jess und Violet aus. Der Polizist Benjamin Walker wird erneut in die Welt der Seelenwächter gezogen und sieht sich einer Dämonin gegenüber, die stärker und unberechenbarer ist als je zuvor. 
Das Spiel mit dem Feuer hat begonnen. Und es bringt eine uralte teuflische Kraft in die Welt, die nur durch eine Sache befriedigt werden kann: Menschenseelen.
(Quelle: Die Seelenwächter


Mein Fazit


„Tod aus dem Feuer“ ist der siebte Band der Buchserie „Chroniken der Seelenwächter“. Jeden Monat soll ein neuer Band erscheinen, die Reihe wird insgesamt 12 Bände umfassen. Auch dieser Band beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse und endet mit der Vorstellung von zwei Buchcharakteren. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und bilden eine übergreifende Handlung, es ist daher zu empfehlen, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, und nicht nur einzelne herauszupicken.


Auch in „Tod aus dem Feuer“ geht es spannend weiter. Mehrere Charaktere, die schon in früheren Bänden erwähnt wurden, tauchen wieder auf und nehmen ihren Platz ein, allen voran der Polizist Ben Walker, der seine Rolle ausfüllt als hätte er schon immer zu den Seelenwächtern gehört. Ben ist mir sehr sympathisch, daher freut mich, dass seine Rolle nun etwas grösser zu werden scheint (ausserdem umgibt ihm ein Geheimnis, das noch aufgelöst werden soll).

Auch in diesem Band geht es sehr actionreich zur Sache, und die Geschichte hört mit einem Cliffhanger auf, der allerdings nicht mehr so fies ist wie die letzten zwei (zum Glück, denn nun muss ich zum ersten Mal einen Monat warten, bevor ich weiterlesen kann, bisher konnte ich immer gleich den nächsten Band zur Hand nehmen). Dennoch bleiben genügend Fragen offen, die mich mit Spannung auf Teil 8 warten lassen. 






Rezensionsexemplar



Donnerstag, 16. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 6: Spiel mit dem Feuer


Bildquelle


von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 06.02.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 06.02.2015
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340664
  • E-Buch Text: 141 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!



Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf


Inhalt


Joanne hat es geschafft. Sie ist ins Haus der Seelenwächter eingedrungen, um die Pläne ihres Meisters voranzubringen. Jess kämpft um ihr Überleben, denn Joanne scheut vor keiner Grausamkeit zurück, um ihr Ziel zu erreichen. Während sie im Haus der Seelenwächter alles vorbereitet, treibt Ralf grausame Spiele mit seinem Bruder.
Auch Jaydee findet sich in einer gefährlichen Situation wieder. Er ist fernab seiner Freunde in einem fremden Ort gestrandet. Um zurück nach Hause zu kehren, muss er sich mit jemandem verbünden, der nicht mit offenen Karten spielt. Das Spiel mit dem Feuer beginnt. Und nicht alle werden diesen Kampf mit den Flammen überleben
.


Mein Fazit


„Spiel mit dem Feuer“ ist der sechste Band der Buchserie „Chroniken der Seelenwächter“. Jeden Monat soll ein neuer Band erscheinen, die Reihe wird insgesamt 12 Bände umfassen. Auch dieser Band beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse und endet mit der Vorstellung von zwei Buchcharakteren. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und bilden eine übergreifende Handlung, es ist daher zu empfehlen, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, und nicht nur einzelne herauszupicken.

Nachdem sich die Ereignisse schon im Vorgänger zugespitzt haben, erreichen sie in „Spiel mit dem Feuer“ einen vorläufigen Höhepunkt, passend zur Halbzeit des Zyklus‘. Alles scheint verloren, Jess und Jaydee sowie alle Seelenwächter sind in Lebensgefahr. Da wie erwähnt erst Halbzeit ist, hält sich meine Sorge um die Protagonisten in Grenzen, aber die Spannung bleibt dennoch sehr hoch. Nach dem eher ruhigen Vorgänger „Die Prophezeiung“ ist „Spiel mit dem Feuer“ wieder sehr actiongeladen. Nachdem mir schon die Vorgänger sehr gut gefallen haben, hat sich die Autorin Nicole Böhm bei Band 6 noch einmal gesteigert und mich mit „Spiel mit dem Feuer“ restlos begeistert. Glücklicherweise kann ich direkt mit Band 7 weiterlesen, denn zum Schluss von Teil 6 hat sich Nicole Böhm wieder einen fiesen Cliffhanger einfallen lassen…




Daggis Buch-Challenge


Für die Aufgabe Nr. 9 soll ich ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover lesen. Auf dem Cover von "Spiel mit dem Feuer" ist eine Getränkekaraffe zu sehen, was diese Aufgabe erfüllt.


Rezensionsexemplar


 

Mittwoch, 15. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 5: Die Prophezeiung


Bildquelle

von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.01.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 07.01.2015
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340602
  • E-Buch Text: 147 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!



Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf

 

Inhalt


Jaydee hat es getan: Er ist an den Ort seiner Kindheit zurückgekehrt. Dort muss er erneut einem mächtigen Gegner gegenübertreten, den er fast nicht besiegen kann. 
William kann nun endlich zu der mysteriösen Familie nach Schottland reisen und sieht sich plötzlich zurück in seine Vergangenheit katapultiert. Alte Geheimnisse treten zum Vorschein, gemeinsam mit einer dunklen Bedrohung, die die gesamte Welt der Seelenwächter in Gefahr stürzt. Wer kämpft auf wessen Seite? Wem können die Seelenwächter vertrauen - und wen sollten sie besser fürchten?

Mein Fazit


„Die Prophezeiung“ ist der fünfte Band der Buchserie „Chroniken der Seelenwächter“. Jeden Monat soll ein neuer Band erscheinen, die Reihe wird insgesamt 12 Bände umfassen. Auch dieser Band beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse und endet mit der Vorstellung von zwei Buchcharakteren. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und bilden eine übergreifende Handlung, es ist daher zu empfehlen, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, und nicht nur einzelne herauszupicken.


Auch in „Die Prophezeiung“, wie schon im Vorgänger „Blutsbande“ spielt William wieder eine tragende Rolle (neben den Hauptcharakteren Jess und Jaydee natürlich). Nachdem im letzten Band Annas Vergangenheit erzählt wurde, erfahren wir hier mehr über das frühere Leben von Will. Auch die Haupthandlung macht in „Die Prophezeiung“ einen grossen Sprung nach vorne, indem wir Einblicke auf den Kopf hinter Joanne und eine Ahnung von dessen Motiven erhalten. Der Handlungsstrang um Coco wird nun etwas klarer, auch wenn hier noch viele Fragezeichen stehen. Die schon seit längerem erwartete Liebesgeschichte zwischen Jess und Jaydee scheint sich nun langsam anzubahnen, aber erst sehr sehr vorsichtig… Zudem wird mit Keira ein neuer Charakter eingeführt, deren Absichten bisher nicht komplett klar sind, auch wenn sie grundsätzlich auf der Seite der „Guten“ zu stehen scheint.

„Die Prophezeiung“ ist (bis auf den Schluss, ein fieser Cliffhanger!) ein eher actionarmer Abschnitt der „Chroniken der Seelenwächter“; da er die Geschichte aber ein gutes Stück weitertreibt ist es alles andere als ein langweiliger Teil.






Rezensionsexemplar


Dienstag, 14. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 4: Blutsbande



Bildquelle




von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 20.11.2014
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340442
  • E-Buch Text: 140 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!



Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf



Inhalt


Nach der schockierenden Erkenntnis, dass die aktuellen Geschehnisse unmittelbar mit seiner Vergangenheit verknüpft sind, macht sich William auf, mehr über das Wappen seiner Familie herauszufinden. Er begibt sich auf eine gefährliche Reise, in deren Verlauf er nicht nur einen dubiosen Eremiten trifft, sondern auch einer gefährlichen Sagengestalt gegenüber steht.
Jess lebt sich unterdessen langsam bei den Seelenwächtern ein und kommt wieder zu Kräften. Leider ist das Zusammenleben mit Jaydee alles andere, als angenehm. Ein gemeinsames Abenteuer führt beide an ihre Grenzen … und darüber hinaus?
(Quelle: Die Seelenwächter)


Mein Fazit


„Blutsbande“ ist der vierte Band der Buchserie „Chroniken der Seelenwächter“. Jeden Monat soll ein neuer Band erscheinen, die Reihe wird insgesamt 12 Bände umfassen. Auch dieser Band beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse und endet mit der Vorstellung von zwei Buchcharakteren. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und bilden eine übergreifende Handlung, es ist daher zu empfehlen, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, und nicht nur einzelne herauszupicken.

„Blutsbande“ legt den Fokus auf William und vor allem Anna, über die der Leser bisher nur wenig erfahren hat. Nun wird etwas klarer, wer die jüngste der Seelenwächter ist und woher sie kommt. Auch die Verbindung zwischen ihr und Jess wird klarer, auch wenn bisher alles nur auf Annahmen basiert. Es bleiben aber immer noch viele Rätsel bestehen, die wohl erst zum Schluss der Reihe aufgelöst werden.

Auch mit dem vierten Band der Reihe hat es die Autorin Nicole Böhm geschafft, mich zu packen und die Geschichte um Jess und Jaydee gespannt zu verfolgen. Die Figuren wachsen mir mit jedem Band mehr ans Herz, und dieses Mal war auch Akil wieder dabei, den ich im letzten Band doch recht vermisst hatte. Dass ich begeistert weiterlesen werde, muss ich wohl nicht mehr ausdrücklich erwähnen.






Rezensionsexemplar


Montag, 13. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 3: Schatten der Vergangenheit



Bildquelle


von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.10.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 20.10.2014
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340329
  • E-Buch Text: 146 Seiten

Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!



Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf


Inhalt


Das Unfassbare ist geschehen, Ariadne starb durch die Hand von Joanne. Jess hat nach ihrer Mutter ein weiteres Familienmitglied verloren. Gefangen in ihrer Trauer, versucht sie mit der Situation umzugehen und steht erneut vor lebensverändernden Entscheidungen. Eines scheint klar: Ihr altes Leben ist für immer vorbei.
Auch Jaydee steht vor weiteren Herausforderungen. Er muss Benjamin Walker gegenübertreten, dem Detective, der die Wahrheit über die unerklärlichen Geschehnisse der letzten Zeit aufdecken will. Das Geheimnis der Seelenwächter scheint in Gefahr, mit katastrophalen Konsequenzen.


Mein Fazit


„Schatten der Vergangenheit“ ist der dritte Band der Buchserie „Chroniken der Seelenwächter“. Jeden Monat soll ein neuer Band erscheinen, die Reihe wird insgesamt 12 Bände umfassen. Auch dieser Band beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse und endet mit der Vorstellung von zwei Buchcharakteren.

„Schatten der Vergangenheit“ bringt zwei neue Erzählperspektiven. Neben den Ich-Perspektiven von Jess (die in diesem Band eher eine Nebenrolle spielt) und Jaydee werden einige Kapitel aus der Sicht des Polizisten Ben und der Schattendämonin Joanne erzählt, bei den beiden aber in der Beobachterperspektive. In diesem Band werden erstmals mehrere Kapitel nacheinander aus der selben Perspektive erzählt, was dem Erzählfluss durchaus gut tut.

Band drei der Reihe bildet eine Art Haltepunkt. Die Seelenwächter finden sich zusammen und suchen nach Antworten, währenddem die Schattendämonen wohl einen neuen Angriff planen. Obschon ich keinesfalls sagen will, dass hier nichts passiert oder sogar Langeweile herrscht, ist „Schatten der Vergangenheit“ im Vergleich zum direkten Vorgänger „Schicksalsfäden“ ein eher ruhiger Band, was der Geschichte nach den sich überschlagenden Ereignissen etwas Erholung bringt. 




Rezensionsexemplar




Sonntag, 12. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 2: Schicksalsfäden



Bildquelle


von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.09.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 20.09.2014
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340145
  • E-Buch Text: 136 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf


Inhalt


Jess bleibt kaum Zeit die Erlebnisse mit den Seelenwächtern zu verarbeiten, da wird sie bereits wegen Mordverdacht verhaftet. Doch wer ist es, den sie umgebracht haben soll? Sie ahnt nicht, dass weitaus mehr hinter ihrer Verhaftung steckt, als zuerst angenommen und eine dunkle Macht kurz davor steht, zuzuschlagen.
Unterdessen will Jaydee einfach vergessen, dass er seinen inneren Dämonen nachgegeben und beinahe einen Menschen getötet hat. Gemeinsam mit Akil taucht er in das Partyleben ein. Mit interessanten Folgen.
(Quelle: Die Seelenwächter)


Mein Fazit


„Schicksalsfäden“ beginnt an der Stelle, an der „Die Suche beginnt“, der erste Band der Reihe, aufgehört hat (klar, die „Chroniken der Seelenwächter“ sind ja schliesslich eine Reihe im Stil von Fortsetzungs-Romanen). Für die Leser, die den Vorgänger nicht mehr so gut im Kopf haben, wird vor Beginn der Geschichte das bisher Geschehene kurz zusammengefasst. Es wäre daher möglich, „Schicksalsfäden“ auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes zu lesen und zu verstehen, ich empfehle dennoch, die „Chroniken der Seelenwächter“ komplett und in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Wie auch im ersten Band wird die Geschichte von „Schicksalsfäden“ abwechselnd in der Ich-Perspektive der Protagonisten Jess und Jaydee erzählt, mit einigen Kapiteln aus der Sicht von Jess‘ Vormund Ariadne (diese dann aber aus der Beobachterperspektive). Da ich dieses Vorgehen nun ja kenne, bereitete mir der Perspektivenwechsel weniger Mühe als noch im ersten Band. Da aber sowohl um Jess wie auch um Jaydee in diesem Band sehr viel los war, störten die Perspektivenwechsel etwas den Spannungsfluss.

Auch der zweite Teil der Reihe ist sehr actiongeladen, was etwas auf Kosten der Entwicklung der Figuren geht. Dennoch erfahren wir neues über die Protagonisten, Jess ist beispielsweise nicht unbedingt das zarte, hilfsbedürftige Wesen, als dass sie im ersten Teil (und auch in der ersten Hälfte des zweiten Teils) erschien, sie kann durchaus auch ihre innere Lara Croft rauslassen, wenn es denn sein muss.

Während in der ersten Hälfte von „Schicksalsfäden“ vor allem viele neue Fragen auftauchen, werden im zweiten Teil immerhin einige davon beantwortet. Das ganz grosse „wer, die, was, warum“ wird aber wohl erst zum Ende der Reihe beantwortet, alles andere wäre ja auch langweilig.

Sehr spannend fand ich den Charakter der Ariadne, die auch am Schluss des Buches näher vorgestellt wird. Ob wir noch mehr von ihr hören werden (in einem Fantasyroman ist ja nichts unmöglich…)?

Auch „Schicksalsfäden“ hat mich wieder überzeugt, sodass ich mich freue, noch 10 Bände der „Chroniken der Seelenwächter“ vor mir zu haben. 






Daggis Buch-Challenge


Aufgabe 8 verlangt die Lektüre eines Buchs mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. Auf dem Cover von "Schicksalsfäden" ist einer Reiher oder ein Kranich oder ein wasauchimmer, auf jeden Fall ist es ein Vogel, zu sehen.

Rezensionsexemplar



Samstag, 11. April 2015

Die Chroniken der Seelenwächter 1: Die Suche beginnt


Bildquelle


von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 20.08.2014
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340008
  • E-Buch Text: 141 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Bücher der Reihe: 
1. Die Suche beginnt
2. Schicksalsfäden
3. Schatten der Vergangenheit
4. Blutsbande
5. Die Prophezeiung
6. Spiel mit dem Feuer
7. Tod aus dem Feuer
8. Machtkämpfe
9. Zwischen den Fronten
10. Liebe vs. Vernunft
11. Bruderkampf


Inhalt


Ein Vermächtnis aus tiefster Vergangenheit stürzt das Leben von Jess ins Chaos. Als ein magisches Ritual anders endet, als erwartet, wird sie nicht nur mit den gefährlichen Schattendämonen konfrontiert, auch die geheime Loge der Seelenwächter greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Familiengeschichte direkt mit dem ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten verknüpft.

Magie, Mystery, gefährliche Rätsel und eine dramatische Liebe definieren den ewigen Kampf zwischen den Seelenwächtern und den Schattendämonen. Nicole Böhm verknüpft uralte Sagen mit Ereignissen der Gegenwart.
(Quelle: Greenlight Press)


Mein Fazit


Für die 18-jährige Jess ist schon seit langem klar, dass es neben den allseits bekannten Lebewesen auch weniger bekannte wie Geister und Dämonen gibt. Als sie dann aber auf der Suche nach ihrer verschollenen Mutter von einem Schattendämon angegriffen und von einem Seelenwächter gerettet wird, wird sie tiefer in diese fremde Welt hineingezogen, als sie erwartet hätte.

Bei „Chroniken der Seelenwächter“ handelt es sich um einen 12-teilige Buchreihe. Die einzelnen Bände sind nicht in sich abgeschlossen, sondern bilden eine übergreifende Handlung. Die Bände erscheinen im Abstand von einem Monat, bisher sind 7 erschienen.

Ohne grosse Einführung beginnt „Die Suche beginnt“ gleich mitten in der Handlung. Die Autorin Nicole Böhm spielt in ihrem Auftaktband sehr geschickt mit gut und böse. Kaum jemand scheint so zu sein, wie es zunächst den Anschein macht. Eine grobe Einteilung ist zwar ersichtlich, wer aber wirklich auf wessen Seite steht, wird wohl erst ganz zum Schluss klar werden. 

Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Sicht von Jaydee und Jess erzählt, jeweils in der Ich-Perspektive. Zunächst hat mich das etwas irritiert, da ich erst ab Kapitel 3 darauf geachtet habe, das zu Beginn der Kapitel jeweils die Erzählperspektive festgehalten wird, so dachte ich bei Kapitel 2 (Jess), dieses werde ebenfalls aus Jaydees Sicht geschildert, was so natürlich überhaupt keinen Sinn ergab. Doch bald hatte ich mich an den Perspektivenwechsel gewohnt, der immer bei Kapitelwechsel erfolgt.

Über die Protagonisten erfahren wir in Band 1 nur wenig, es geht mehr um die Einführung der Rahmenerzählung. Nach Abschluss des Buches ist jedoch eine Einführung zu Jess und Jaydee zu finden. Wenn ich es richtig verstanden habe, sollen in jedem Band zwei Figuren näher vorgestellt werden. Diese Kurzvorstellung fand ich wirklich nützlich, vor allem bei Jaydee, über den in der Geschichte selbst bisher kaum Informationen zu finden waren.

Die Geschichte selbst hat mich gleich gepackt, auch wenn zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht wirklich zu erkennen ist, worauf es hinauslaufen soll. Die eher düstere Erzählung um die Seelenwächter und Schattendämonen fasziniert mich, sodass ich die „Chroniken der Seelenwächter“ auf jeden Fall weiterverfolgen will. 






Freitag, 10. April 2015

Spurlos im Schnee


Bildquelle


von Cordula Hamann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.04.2015
  • Verlag : Mira Taschenbuch im Cora Verlag
  • ISBN: 9783956491177
  • Flexibler Einband: 315 Seiten

BloggDeinBuch und der Mira Taschenbuchverlag haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Rezension zugeschickt, vielen Dank dafür! Das Buch ist direkt hier beim Verlag und natürlich auch im Buchhandel erhältlich.


Inhalt


Ein Dorf, nach einem Lawinenunglück von der Außenwelt abgeschnitten. Ein entflohener Serienmörder, der sich im Schnee versteckt – der neue packende Thriller von Cordula Hamann. 

Der Kopf kahlgeschoren, in den Bauch ein Kreuz geritzt – unverwechselbar markiert der Serienmörder Thomas Bach seine Opfer. Als er nach einem Lawinenabgang seinem Gefangenentransport entfliehen kann, herrscht Angst in einem kleinen bayerischen Dorf. Von der Außenwelt abgeschnitten, sind die Menschen der schrecklichen Gewissheit ausgeliefert: Bach versteckt sich unter ihnen! Bereits am nächsten Morgen wird die Leiche einer Frau gefunden, mit kahlem Kopf und Kreuzmarkierung. Für die Studentin Katja Reichenberger und die verletzte Polizistin Claudia Jensen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Schnee verwischt alle Spuren …
(Quelle: Mira Taschenbuch)


Mein Fazit


Ein eingeschneites Dorf, von der Aussenwelt abgeschlossen. Ein entflohener Serienmörder. Eine tote Frau. Dies sind die Zutaten, aus denen die Autorin Cordula Hamann den Thriller „Spurlos im Schnee“ gebastelt hat.

Cordula Hamann erzählt die Geschichte grösstenteils aus der Sicht von Katja. Nur wo es für die Handlung nötig ist, greift sie auf andere Blickwinkel zurück. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ist eher nüchtern, beschreibend gehalten. Die Protagonistin Katja, ihre „Partnerin“ Claudia sowie die beiden Mädels Hannah und Leah waren mir sympathisch, nur der männliche Hauptdarsteller Holger erschien mir etwas blass. Die weiteren Personen werden nur am Rande beleuchtet, ihre Motive bleiben meist unklar. Die Handlung verteilt sich auf drei Tage, die im Buch auch klar gekennzeichnet werden. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch ich als Leserin war erstaunt, dass man so viele Geschehnisse in einen einzigen Tag hineinbringt.

Die Handlung selbst ist in sich logisch, wirkt aber stellenweise etwas konstruiert. Wenn man bedenkt, dass das Dorf, in dem der Thriller spielt, vorübergehend von der Umwelt abgeschnitten ist, werden einige Punkte etwas realistischer (wie die Ermittlungsarbeit durch Katja und Claudia, die zwar Polizistin ist, aber mit Kriminalfällen eigentlich nichts am Hut hat).

Aufgrund des Klappentexts hatte ich eine ganz andere Erwartung an die Handlung des Buches. Enttäuscht wurde ich trotzdem nicht. Die Autorin Cordula Hamann konnte mich wieder einmal mit ihrem Thriller überzeugen (ich habe von ihr schon „Glasgesichter“ gelesen und sehr gemocht). Der Fall wird anders als erwartet aufgelöst, erst gegen Schluss (beinahe etwas überstürzt) zeichnen sich Täter und Motiv ab, obschon schon früh klar wird, dass der Fall nicht so eindeutig sein kann, wie von den Protagonisten vermutet wird. Bemerken möchte ich noch, dass für einen Thriller überraschend wenig Blut fliesst. Wer daher zwar eigentlich Thriller mag, von zu vielen Toten oder herumfliegenden Gedärmen aber abgeschreckt wird, kann hier ruhig einen Blick riskieren. Dies bedeutet aber natürlich auch, dass besonders „blutrünstige“ Leser „Spurlos im Schnee“ vielleicht langweilig finden könnten. 






Rezensionsexemplar


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...