Samstag, 10. Dezember 2016

Blinde Schatten


Bildquelle


von Anna Martens
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.12.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 02.12.2016
  • Verlag : Midnight
  • ISBN: 9783958190986
  • E-Buch Text: 315 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Der Midnight Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Um Haaresbreite überlebt die Goldschmiedin Johanna Gerke einen grausamen Anschlag. Sie verliert ihr Gedächtnis und kann sich nur mühsam wieder zurück ins Leben kämpfen. Der Täter entkommt unerkannt, die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer hasst Johanna so sehr, dass er sie umbringen will? Je mehr verwirrende Details sie über die vergangenen Monate in Erfahrung bringt, desto klarer wird: Es muss jemand aus ihrer unmittelbaren Umgebung sein. Und er wird alles versuchen, damit es ihm beim nächsten Mal gelingt …
(Quelle: Midnight)


Meine Meinung


Nach einem Überfall wacht die Goldschmiedin Johanna ohne Erinnerungen im Krankenhaus auf. War es ein Raubüberfall, oder steckt doch mehr dahinter?

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Johanna erzählt und beginnt gleich mittendrin. Johanna wacht im Krankenhaus auf und merkt erst nach einer Weile, dass ihr die Erinnerungen an das letzte halbe Jahr fehlen. Mit mühsamer Ermittlungsarbeit gelingt es ihr nur langsam, die Geschehnisse zu rekonstruieren. Besonders hinderlich ist dabei, dass sie sich in der „verlorenen Zeit“ mit allen ihren Freunden zerstritten zu haben erscheint und ihr die Polizei nicht glauben will, dass mehr als nur ein einfacher Raubüberfall hinter der Sache steckt. Einige Kapitel werden in der dritten Person aus der Sicht des Täters erzählt, ohne viel über ihn preiszugeben.

Durch die fehlenden Erinnerungen der Protagonistin und die sich nur langsam zusammensetzenden Puzzlestücke schafft die Autorin Anne Martens geschickt eine sehr unheimliche Atmosphäre, bei der auch der Leser schon nach kurzer Zeit nicht mehr weiss, wem er trauen kann. Die Auflösung hat mich sehr überrascht, rückblickend war ich allerdings etwas enttäuscht, da mit die Hinweise zum Miträtseln gefehlt haben. So wird es dem Leser praktisch verunmöglicht, den Täter vor Johanna zu enttarnen (ausser natürlich durch blosses raten). Ich hatte jedenfalls meinen Verdacht zusammen mit Johanna mehrfach gewechselt, den wahren Täter dabei aber nicht erkannt.

Der Schreibstil von Anna Martens lässt sich flüssig lesen, ich habe allerdings in der mir zur Verfügung gestellten eBook-Version noch den einen oder anderen Tippfehler entdeckt, der hoffentlich noch entfernt wird. Auch einige Wiederholungen sind mit etwas negativ aufgefallen, vor allem die mehrfache Betonung, dass Johanna nicht wusste, wie sie nach dem Überfall ihren Lebensunterhalt verdienen sollte. Klar ist das ein wichtiges Thema, aber nach der dritten Erwähnung hat es ja wohl jeder begriffen. Durch die Ich-Perspektive konnte ich mich gut in die Protagonistin einfühlen und ihre Angst miterleben. Die anderen Figuren bleiben so natürlich eher blass, da der Leser sie nur aus der Sicht von Johanna miterleben kann.

Wer psychologisch packende Thriller, die auch ohne viel Blut auskommen, mag, sollte sich „Blinde Schatten“ unbedingt mal ansehen. Mich hat das Buch sehr gepackt und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.

Mein Fazit

Spannend, unheimlich, mitreissend. Absolute Empfehlung an Thrillerfans. 






Rezensionsexemplar



Donnerstag, 8. Dezember 2016

Haut und Knochen


Bildquelle

von Gay Longworth
übersetzt durch Karl-Heinz Ebnet

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 01.01.2006
  • Verlag : Droemer/Knaur
  • ISBN: 9783426632079
  • Flexibler Einband 460 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich.



Bücher der Reihe:
Bleiche Knochen
Haut und Knochen


Inhalt


Vor Jahren war die Badeanstalt im Herzen von Soho noch voller spielender Kinder – heute ist sie vollständig heruntergekommen. Als Detective Inspector Jessie Driver hier nach einem verschwundenen Mädchen sucht, findet sie in den düsteren Kellerräumen die mumifizierte Leiche eines Mannes. Jessies Ermittlungsergebnisse bringen sie zunächst nicht viel weiter: die Entführung eines kleinen Mädchens, der Tod eines Jungen durch Ertrinken, die seltsamen Prophezeiungen eines mysteriösen Geistlichen – wie passt das alles zusammen? Mit großer Zähigkeit und gegen den Willen ihrer Vorgesetzten macht sich Jessie daran, das Puzzle zusammenzusetzen …
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Auf der Suche nach der verschwundenen Tochter einer bekannten Schauspielerin wird in einer alten, geschlossenen Badeanstalt eine mumifizierte Leiche gefunden. Detective Inspector Jessie Driver erhält diesen wenig prestigeträchtigen Fall zur Auflösung übertragen, während sich ihre Vorgesetzten vor den Fernsehkameras positionieren…

„Haut und Knochen“ ist der zweite Krimi um Detective Inspector Jessie Driver. Kenntnisse des ersten Teils sind zum Verständnis einiger Passagen (vor allem aus Jessies Privatleben) sicher hilfreich, aber nicht notwendig, der Handlung kann auch ohne Vorkenntnisse gefolgt werden.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Jessie Driver erzählt. Obschon sich die Autorin Gay Longworth bemüht hat, ihrer Protagonistin ein paar Ecken und Kanten zu verpassen und sie so menschlicher erscheinen zu lassen, blieb sie für mich das ganze Buch hinweg ziemlich blass. Ich konnte mich weder in sie hineinfühlen noch ihre Gedankengänge richtig nachvollziehen. Ich hatte zudem das Gefühl, dass die Autorin da einfach zu viel in ihre Figur hineinpressen wollte: ein Mutterkonflikt, eine nicht immer ganz einfache Beziehung zu ihrem Bruder, Mobbing bei der Arbeit, ein Alkoholproblem, eine On/Off-Beziehung zu einem Musikstar – was soll denn sonst noch alles auf die Figur zukommen?!

Während ich beim ersten Teil noch bemängelt hatte, dass Jessie aus jeder Situation ohne Kratzer herauskam, trug sie hier immer wieder Schrammen davon, was aber ihre Leistungsfähigkeit in keiner Weise beeinträchtigte. Viel realistischer ist der zweite Band daher in dieser Hinsicht auch nicht…

Die Handlung ist an sich spannend aufgebaut, aber auch ziemlich überladen mit gleich drei verschiedenen Verbrechen, die irgendwie zusammenhängen und sich teilweise nur schwer auseinanderhalten lassen. Wie beim ersten Band wird auch hier die Auflösung durch reines Raten entdeckt, vor Gericht würde eine solche Strafuntersuchung niemals standhalten… Das Tempo ist eher gemütlich gehalten, der Schreibstil lässt sich flüssig lesen.

Mein Fazit

Unterhaltsamer, aber ziemlich überladener Krimi.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 50, ein Buch, das Du ausgeliehen hast (Bücherei oder privat). Dieses Buch habe ich mir von meiner Mutter ausgeliehen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Im kalten Licht des Frühlings


Bildquelle

von Ann Cleeves
übersetzt durch Anja Schünemann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2009
  • Aktuelle Ausgabe : 01.04.2010
  • Verlag : ROWOHLT Taschenbuch
  • ISBN: 9783499247101
  • Flexibler Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die Nacht der Raben
Der längste Tag
Im kalten Licht des Frühlings
Sturmwarnung
Tote Wasser


Inhalt


Frühling auf Whalsay: Wind fegt über die alten Steinhäuser, die Tage auf der kargen Shetland-insel werden wieder länger.
Die Archäologin Hattie ist froh, nach der Winterpause ihre Ausgrabungen wiederaufnehmen zu können. Bis sie auf dem Land der alten Mima ein Skelett entdeckt. Kurz danach ist Mima tot, angeblich ein Jagdunfall. Detective Jimmy Perez ist sich da nicht so sicher. Und wenig später geschieht ein weiterer Mord. Welches Geheimnis verbirgt die kleine Gemeinde der Hochseefischer im hohen Norden?
(Quelle: Rowohlt)


Meine Meinung


Während auf der Shetland Insel Whalsay archäologische Ausgrabungen durchgeführt werden, stirbt die Eigentümerin des untersuchten Grundstücks an einer Schussverletzung. Was zunächst als Jagdunfall abgetan wird, weckt aber dann doch das Interesse der Polizei.

„Im Kalten Licht des Frühlings“ ist bereits der dritte Band um den Polizisten Jimmy Perez. Ich kenne die Vorgänger nicht, hatte aber kein Problem, der Handlung zu folgen. Vorkenntnisse sind daher zum Verständnis nicht nötig. Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Einen eindeutigen Protagonisten konnte ich nicht ausmachen, die Sicht der beiden Polizisten Sandy und Perez wird aber am häufigsten verwendet. Wirklich anfreunden konnte ich mich mit den beiden aber nicht. Sandy ist ein selbstmitleidiger Säufer, und Perez blieb die ganze Geschichte hinweg ziemlich blass.

Die Handlung startet sehr zäh und dreht sich in erster Linie um das Leben der Einwohner von Whalsay. Erst deutlich nach der Mitte des Buches kommen die Krimi-Aspekte mehr zum Tragen, da erst dann langsam klar wird, ob hier überhaupt ein Verbrechen vorliegt. Endgültige Sicherheit über diesen Punkt erlangt der Leser erst in den Schlusskapiteln. Das Tempo bleibt aber bis zu Schluss sehr gemütlich, wer auf der Suche nach Spannung ist, wird hier nicht fündig.

Der Schreibstil der Autorin Ann Cleves ist sehr ausführlich, was zwar dem Leser die Insel Whalsay sehr nahe bringt, gleichzeitig aber ebenfalls der Spannung abträglich ist, da die ellenlangen Beschreibungen das Tempo zusätzlich ausbremsen.

Mein Fazit

Schön düstere Shetland Inseln – Leider fehlt der Krimi grösstenteils, und mit ihm die Spannung.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 18, ein Buch rund um das Thema Frühling oder Ostern im Titel oder auf dem Cover

Montag, 5. Dezember 2016

[Hörbuch] Das Bernstein-Teleskop


Bildquelle

von Philip Pullman
übersetzt durch Wolfram Ströle
gelesen von Rufus Beck

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.07.2008
  • Aktuelle Ausgabe : 02.10.2013
  • Verlag : Silberfisch
  • ISBN: 9783867428606
  • Audio CD: 19h 40
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Der goldene Kompass
Das magische Messer
Das Bernstein-Teleskop



Inhalt


Der zwölfjährige Will gerät auf der Suche nach seinem verschollenen Vater zufällig durch ein Fenster in eine unbekannte Stadt aus einer anderen Welt. Dort begegnet er Lyra, der Heldin aus dem ''Goldenen Kompass''. Ansonsten ist die Stadt menschenleer - bis plötzliche einige Kinder auftauchen und Unheimliches erzählen: Alle Erwachsenen sind geflohen, da sie von Gespenstern bedroht wurden, die den Erwachsenen die Seelen aus dem Körper saugen. Im Laufe ihrer abenteuerlichen Odyssee gelangt Will schließlich an einen kostbaren Gegenstand - das Magische Messer - , mit dem sich mühelos Türen zwischen den Welten öffnen lassen.
(Quelle: Silberfisch)


Meine Meinung


„Das Bernstein-Teleskop“ ist der dritte Teil der „His dark Materials“-Reihe. Die Bände bauen aufeinander auf und sollten daher unbedingt in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden.

Wie auch im letzten Band, „Das magische Messer“ wird auch hier die Geschichte, die aus mehreren Handlungssträngen besteht, aus wechselnder Perspektive erzählt. Dabei werden auch die Handlungsstränge immer wieder gewechselt. Da aber mehrere Geschichten parallel erzählt werden, dauert es teilweise mehrere Stunden, bis ein bestimmter Handlungsstrang wieder aufgenommen wird. Mir waren die Abschnitte oft zu lang, da ich in meiner Hörbuchversion so teilweise tagelang mit manchen Figuren keinen Kontakt hatte und beim Wechsel dann Mühe hatte, wieder in die entsprechende Geschichte hineinzufinden. Die meisten Handlungsstränge werden zudem entweder gar nicht abgeschlossen oder dann mit einer so banalen Auflösung, dass ich sie kaum ernst nehmen konnte.

Während mich der erste Band der Reihe noch ziemlich begeistern konnte und ich auch den zweiten noch ganz gut fand, hat mich der Abschlussband der Trilogie nun ziemlich enttäuscht. Aus der einst spannenden Handlung wurde ein mythisch-religiöses Bla Bla, das mich nicht mehr mitreissen konnte und oft verwirrte. Durch viele Wiederholungen wird der Band zudem recht aufgebläht, sodass er deutlich dicker als die beiden Vorgänger ist, obschon er eigentlich nicht wirklich mehr Handlung erhält. Durch die magere Handlung gestaltete sich die Lektüre (respektive das Zuhören) recht zäh. Auch die Figuren konnten mich nicht überzeugen. Allen voran die beiden Protagonisten Lyra und Will, die zwölf Jahre alt sind, sich die ewige Liebe versprechen und von einer Familie mit Kindern träumen. Da gibt es in anderen Büchern deutlich realistischere Teenager. Auch die Gegenspieler überzeugen nicht, da der Leser nie wirklich erfährt, was eigentlich genau ihre Motivation ist.

In diesem Band hat der Autor Philip Pullman vor jeden Kapitelbeginn ein Gedicht gesetzt, ich erkannte aber den Zusammenhang zu den jeweiligen Kapiteln nicht immer. Der Schreibstil lässt sich zumindest zu Beginn flüssig lesen, enthält für meinen Geschmack zu viele etwas gar blumige Metaphern. Im zweiten Teil erschienen mir vor allem die Szenen mit Lyra und Will viel zu kitschig, um überzeugend zu sein.

Die Hörbuchversion konnte mich auch im Abschlussband nicht wirklich überzeugen, viele der Charaktere spricht Rufus Beck einfach nur nervig, und wie auch beim zweiten Band sind mit hier die ungleichmässigen Pausen negativ aufgefallen. Zwischen manchen Absätzen ist die Pause so kurz, dass ich die Szenenwechsel erst später bemerkte, an anderen Stellen sind die Pausen so lang, dass ich schon dachte, mein Player hätte sich abgestellt.

Mein Fazit

Zu religiös, zu kitschig, zu wirr. 








Samstag, 3. Dezember 2016

Percy Jackson - Die Schlacht um das Labyrinth


Bildquelle

von Rick Riordan
übersetzt durch Gabriele Haefs

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.01.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 23.05.2012
  • Verlag : Carlsen
  • ISBN: 9783551311566
  • Flexibler Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Diebe in Olymp
Im Bann des Zyklopen
Der Fluch des Titanen
Die Schlacht um das Labyrinth
Die letzte Göttin



Inhalt


Die Armee des Titanen Kronos wird immer stärker! Nun ist auch Camp Half-Blood nicht mehr vor ihr sicher, denn das magische Labyrinth des Dädalus hat einen geheimen Ausgang mitten im Camp. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Kronos und seine Verbündeten den Weg dorthin finden! Das müssen Percy und seine Freunde unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reise ins Unbekannte an, hinunter in das unterirdische Labyrinth, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren ...
(Quelle: Carlsen)



Meine Meinung


Schon zum vierten Mal muss der Halbgott Percy Jackson gegen mythische Monster ankämpfen. Die einzelnen Bände sind zwar in sich abgeschlossen, dennoch empfehle ich zum besseren Verständnis, sie in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.

Wie bei der Reihe üblich wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Percy Jackson erzählt. Percy wird wohl mittlerweile um die 15 Jahre alt sein und erscheint mir als eigentlich ganz normaler Teenager (abgesehen von der Tatsache, dass er ein Halbgott ist) der gerne Zeit mit seinen Freunden verbringen möchte und langsam aber sicher Gefallen an Mädchen findet (auch wenn er was das anbelangt, ziemlich begriffsstutzig ist. Teenager halt).

Die Geschichte beginnt genau gleich wie in den drei Vorgängerbänden: Percy wird zu Beginn des Sommers angegriffen, kann ins Camp Half Blood fliehen und erfährt dort, dass der Angriff nur der Vorbote der Dinge war, die auf ihn warten. Zusammen mit seinen Freunden macht er sich nun auf eine Reise, um seine Feinde zu bekämpfen. Neben dem altbekannten Schema bietet „Die Schlacht um das Labyrinth“ aber durchaus die eine oder andere Überraschung, die das Buch von den Vorgängern abhebt und auch die Spannung hochhält. So muss Percy ausnahmsweise mal niemanden Retten und aus den Klauen des Bösen befreien, was zwar gut und recht war, aber auf Dauer doch etwas langweilig wurde. Allerdings ging dabei der rote Faden der Handlung (wie passend bei dem Thema des Buchs) doch etwas verloren und die Geschichte wirkt grösstenteils wie eine blosse Aneinanderreihung amüsanter und unterhaltsamer Anekdoten.

Der Schreibstil des Autors Rick Riordan lässt sich wie gewohnt flüssig lesen, sodass die rund 400 Seiten nur so „durchgeflutscht“ sind. Inhaltlich sind Humor und Spannung gut ausgewogen, so dass sich der Puls des Lesers auch immer wieder beruhigen kann, bevor er erneut hochschnellt.

Mein Fazit

Humor und Action, Götter und Monster, und nun auch endlich die ersehnten Überraschungen und Wendungen. Weiter so!







Freitag, 2. Dezember 2016

Monats-Rückblick November






Bücher gelesen:           18 (davon 8 eBooks)
Hörbücher gehört:         4
Seiten gelesen: ca.   6300
Seiten pro Tag: ca.     210



Im November habe ich folgende Bücher gelesen:

"Lennart Malmqvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen" von Lars Simon
"Drachenreiter" von Cornelia Funke
"Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" von Cornelia Funke
"Das Erbe der Macht 2: Essenzstab" von Andreas Suchanek
"CyberWorld 3.0: Evil Intentions" von Nadine Erdmann
"Mooresschwärze" von Catherine Shepherd
"Mord in der Provence" von














Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"Der goldene Kompass" von Philip Pullman
"Das magische Messer" von Philip Pullman
"Das Bernstein-Teleskop" von Philip Pullman (Rezi folgt)
"A Game of Thrones" von George R.R. Martin (Rezi folgt)



Top des Monats






Die Rezis zu den beiden Büchern findet ihr auf meinem Lovelybooks-Profil.
















Flop des Monats

"Das Bernstein-Teleskop" von Philip Pullman hat mich ziemllich enttäuscht. Die Reihe hat so gut angefangen, dann aber wirklich stark nachgelassen.



Neuzugänge







Donnerstag, 1. Dezember 2016

Rabenschwarzer Winter


Bildquelle

von Philippe Georget
übersetzt durch Corinna Rodewald

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.10.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 14.10.2016
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548288482
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Dreimal schwarzer Kater
Wetterleuchten im Roussillon
Rabenschwarzer Winter



Inhalt


Inspecteur Gilles Sebag kommt gerade in Weihnachtsstimmung, als er entdeckt, dass seine Frau Claire ihn betrügt. Seine Welt bricht zusammen. Mit viel Whiskey versucht er in durchwachten Nächten darüber hinwegzukommen. Zusätzlich führt ihn auch sein nächster Fall in menschliche Abgründe. Eine erschlagene Frau, ein Mann, der sich aus dem Fenster stürzt, ein weiterer, der droht, sich in die Luft zu jagen ... Gilles findet schnell heraus, dass die Morde zusammenhängen: Es handelt sich bei allen um Eifersuchtsdramen. Wer ist der Psychopath, der hier die Fäden in der Hand zu halten scheint? Woher hat er sein Wissen über die untreuen Partner? Gilles muss das beschauliche Perpignan vor einem moralischen Rachefeldzug bewahren - und gleichzeitig seine Ehe retten.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


Während in Perpignan gleich mehrere Straftaten von betrogenen Ehemännern ausgeübt werden, kämpft Kommissar Gilles Sebag mit dem selben Problem: kann er seiner Ehefrau verzeihen, dass sie fremdgegangen ist?

„Rabenschwarzer Winter“ ist der dritte Kriminalroman um den Polizisten Gilles. Ich kenne die beiden Vorgänger nicht, konnte der Geschichte aber problemlos folgen. Vorkenntnisse sind also nicht erforderlich. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich mich mit Vorkenntnissen besser in die Figuren hätte hineinversetzen können.

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, in erster Linie aus der Sicht des Protagonisten, des Polizisten Gilles Sebag. Dazu kommen noch kurze Szenen aus der Sicht anderer Ermittler oder des Täters. Gilles wurde mir im Laufe der Lektüre nicht wirklich sympathisch. Er bemitleidet sich selbst und ertränkt seine Sorgen in Alkohol, zudem fand ich sein Vorgehen was den (ehemaligen) Liebhaber seiner Frau anbelangt ziemlich abstossend. Freunde werden wir zwei wohl nicht. Über die anderen Figuren erfährt der Leser nur wenig, so was es schwierig, Sympathien oder Antipathien zu entwickeln. Am ehesten konnte ich mich mit Julie anfreunden, einer Arbeitskollegin von Gilles.

Die Handlung dreht sich in der ersten Hälfte des Buches vor allem um Gilles‘ Privatleben. Der Kriminalfall findet eher so nebenher statt. Dadurch erschien mir die Lektüre recht zäh, ich hatte mich ja schliesslich auf einen Krimi gefreut und nicht auf ein Beziehungsdrama. In der zweiten Buchhälfte tritt der Fall dann aber in den Vordergrund und die Spannung zieht an, das Buch bleibt aber insgesamt etwas langatmig. Hier hätte ich mir noch einen Epilog gewünscht, der erklärt hätte, was schlussendlich mit dem „Täter“ passiert ist, da ich mir kaum vorstellen kann, aufgrund welcher Straftat er hätte verurteilt werden sollen.

Dafür, dass auf dem Cover explizit „Ein Roussillon-Krimi“ vermerkt ist, war für meinen Geschmack etwas gar wenig Regio-Feeling zu spüren. Ich kenne die Region nicht, die Beschreibungen waren zwar da, haben mich aber nicht gepackt oder gedanklich in die Pyrenäen versetzt. So hätte die Geschichte beinahe überall stattfinden können, ohne dass es einen grossen Unterschied gemacht hätte.

Mein Fazit

Der Krimi zieht erst in der zweiten Hälfte richtig an, davor ist er recht zäh. 







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 17, ein Buch rund um das Thema Weihnachten oder Winter im Titel oder auf dem Cover




Rezensionsexemplar



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