Dienstag, 17. Januar 2017

Schattenkiller



Bildquelle

von Mirko Zilahy
übersetzt durch Katharina Schmidt und Barbara Neeb

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.12.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 09.12.2016
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404174201
  • Flexibler Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Bastei Lübbe Verlag und     haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Seit Wochen schüttet der Septemberhimmel gewaltige Wassermassen über Rom aus. Nahe des Tibers werden an düsteren Orten drei Leichen entdeckt, deren Entstellungen der Polizei Rätsel aufgeben. Profiler Enrico Mancini, anerkannter Experte für Serienmorde, sieht zunächst keine Verbindung zwischen den Fällen. Doch dann erhält er verschlüsselte Botschaften, alle von einem Absender, der sich Schatten nennt. Botschaften, die ein neues Licht auf die Taten werfen. Denn ein grausamer Racheplan ist offenbar noch nicht vollendet. Und weist bald in eine einzige Richtung – in die Mancinis…
(Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung


In Rom geht ein Serienkiller um. Um den Täter zu finden, müssen Commissario Enrico Mancini und sein Team erst herausfinden, was die Opfer gemeinsam haben…

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive in der dritten Person erzählt. Oft wird die Sicht des Protagonisten Enrico Mancini gewählt, aber auch die Sicht anderer Ermittler, des Täters oder der Opfer werden verwendet. Teilweise wechselt die Perspektive innerhalb weniger Sätze, was das Ganze etwas unübersichtlich macht. Ich bevorzuge klarer strukturierte Perspektivenwechsel, beispielsweise kapitelweise gegliedert.

Mancini ist ein durch die Vergangenheit schwer traumatisierter Ermittler, wie es in den letzten Jahren beinahe Standard geworden ist. Nach dem Krebstod seiner Frau leidet er an Angststörungen und hat ein Alkoholproblem. Seiner psychischen Verfassung wird so viel Platz eingeräumt, dass der Kriminalfall fast in den Hintergrund rutscht und ich ihn im Grunde als arbeitsunfähig erachtete. Über die anderen Figuren erfährt der Leser nur wenig, lediglich ein, zwei kleine Merkmale gesteht der Autor ihnen zu, beispielsweise die Staatsanwältin, die in Enrico verknallt ist, oder die Fotografin, die panische Angst vor Mäusen und anderen Nagern hat. Vor allem bei den Frauen scheint ihr Aussehen das wichtigste Merkmal zu sein, das vom Autor Mirko Zilahy akribisch beschrieben wird, inklusive Höhe ihrer Absätze. Vor allem zu Beginn hatte ich ziemlich Mühe, die vielen Figuren, die teilweise nur kurz erwähnt wurden, auseinanderzuhalten.

Der Leser ist den Ermittlern stets einen Schritt voraus, da bereits durch den Klappentext klar ist, dass es sich um einen Serienkiller handelt, der irgendeine Verbindung zum Commissario hat (auch dieses Schema ist heutzutage wohl fast Standard geworden bei Krimis und Thrillern, habe ich den Eindruck) und auch die Szenen aus Opfer- oder Tätersicht einen Wissensvorsprung bieten. So hält sich die Spannung leider in Grenzen, da öfter der „Ach, habt ihr das auch schon gemerkt“-Gedanke auftaucht. Ich rätsle bei Krimis gerne mit, wer der Täter sein könnte, aber irgendwie macht mir das nur Spass, wenn ich weder mehr noch weniger Infos als die Ermittler habe. Schon nach knapp drei Vierteln des Buches war der Täter dann auch mehr oder weniger überführt, man musste ihn nur noch schnappen. Die Idee dieses Thrillers ist durchaus spannend, leider ist die Umsetzung meines Erachtens noch nicht so gut gelungen.

Der Schreibstil des Autors Mirko Zilahy lässt sich flüssig lesen, ist sehr detailliert in seinen Beschreibungen, bringt aber nicht wirklich ein Italienfeeling rüber. Das könnte durchaus auch am Wetter liegen: das ganze Buch hindurch regnet es praktisch ununterbrochen, was der Autor auch immer wieder erwähnt. Einige Szenen sind ziemlich unappetitlich gehalten, sodass der Thriller nichts für sensible Leser ist.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, aber zu langatmig und nicht der grosse Knaller.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 22, ein Buch mit einem der vier Elemente im Titel oder auf dem Cover (Feuer, Wasser, Luft, Erde). Auf dem Cover sind eine Pfütze und Regentropfen zu sehen. 


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 13, ein Buch, welches eine Karte enthält.


ABC-Challenge der Protagonisten

Enrico = E männlich




Rezensionsexemplar



Montag, 16. Januar 2017

[Hörbuch] Eragon - Der Auftrag des Ältesten


Bildquelle

von Christopher Paolini
übersetzt durch Joannis Stefanidis
gelesen von Andreas Fröhlich

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.12.2005
  • Aktuelle Ausgabe : 23.12.2005
  • Verlag : Random House Audio, Deutschland
  • ISBN: B002TVU54O
  • herunterladbare Audio-Datei: 25h 50
  • Sprache: Deutsch


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Das Vermächtnis der Drachenreiter
Der Auftrag des Ältesten
Die Weisheit des Feuers
Das Erbe der Macht



Inhalt


Geschunden, aber siegreich war Eragon aus der Schlacht gegen König Galbatorix’ Urgal-Armee hervorgegangen. Doch der Auftrag des gefallenen Vardenkönigs, über sein Volk zu wachen, damit es nicht in Anarchie verfällt, lastet schwer auf den Schultern des jungen Drachenreiters. Kann er seinem Vermächtnis gerecht werden?


Meine Meinung


Nachdem Eragon zusammen mit seinem Drachen Saphira geholfen hat, die Varden zu verteidigen, wird er zur Fortsetzung seiner Ausbildung zu den Elfen geschickt. Doch auch dort kann seine Schulung nicht vollendet werden, da der böse König Galbatorix bereits den nächsten Angriff plant.

„Der Auftrag des Ältesten“ ist der zweite Band der Tetralogie um den jungen Drachenreiter Eragon. Obschon in diesem Band immer wieder die Geschehnisse aus dem Einstiegsband zusammengefasst werden (für meinen Geschmack sogar etwas zu oft), sind Vorkenntnisse zum Verständnis sehr empfehlenswert. Die Bücher sollten daher in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden.

Während der erste Band der Reihe ausschliesslich aus der Sicht von Eragon erzählt wurde und damit die Handlung sehr geradelinig aufgebaut wurde, ist sie hier dreigeteilt. Jeder der drei Handlungsstränge wird aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erzählt, neben Eragon sind dies sein Cousin Roran und die Anführerin der Varden Nasuada. Erst gegen Schluss des Buches werden die drei Handlungsstränge, die zuvor abwechslungsweise erzählt werden, zusammengeführt.

Leider sind alle drei Handlungsstränge langatmig und zäh geraten. Eragon reist zunächst zu den Elfen, wo er während seiner nicht enden wollenden Ausbildung tagelang auf dem Boden sitzt und den Ameisen zuhört (nein, das ist kein Witz). Roran reist mit seinen Nachbarn wochenlang durchs Land, ohne das gross etwas passiert und Nasuada sitzt rum und sammelt ihre Truppen. Nur selten kommt etwas Spannung auf, wenn in einem der Handlungsstränge etwas Unvorhergesehenes passiert, dass dann aber schon nach wenigen Seiten wieder vorbei ist. Wer sowohl Star Wars wie auch den Herrn der Ringe kennt, dem wird auch in diesem Band der Eragon-Reihe wieder vieles bekannt vorkommen.

Auch die drei Protagonisten konnten mich nicht überzeugen. Wenn sie nicht gerade eine der seltenen actionreichen Szenen erleben dürfen, sind sie bevorzugt am Jammern, wie schwer ihr Leben doch ist und wie unfair es ist, dass ausgerechnet ihnen dieses Übel zugestossen ist. Dass man mit seinem Schicksal hadert ist ja gut und recht und nichts Aussergewöhnliches, aber irgendwann hatte ich einfach genug von all dem Selbstmitleid.

Trotz all den negativen Punkten mag ich das Konzept der Buchreihe immer noch sehr gerne, auch wenn mir dieser Band als reiner Füller erschien, der kaum Handlung beinhaltete. Erst in den letzten paar Minuten geht es richtig zur Sache und weckt die Freude auf den nächsten, hoffentlich wieder etwas spannenderen Band.

Auch der zweite Band der Reihe wird in der Hörbuchversion wieder von „Bob Andrews“ Andreas Fröhlich gelesen. Als Fan der Drei Fragezeichen höre ich diesem Sprecher natürlich sehr gerne zu, auch wenn mich die doch sehr deutsche Aussprache der Namen auch in diesen Band wieder gestört hat.

Mein Fazit

Viel Gejammere und kaum Handlung. Der Schluss macht allerdings Lust auf mehr.







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 2, ein Buch mit einem überwiegend rosa oder roten Cover 


Lovelybooks Themenchallenge

 Aufgabe 18, ein Buch, das du 2016 begonnen, aber nicht zu Ende gelesen hast. Ich habe das Hörbuch vom 22. Dezember bis zum 7. Januar gehört.






Samstag, 14. Januar 2017

Career of Evil


Bildquelle

von Robert Galbraith

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.10.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 21.04.2016
  • Verlag : Sphere
  • ISBN: 9780751563597
  • Flexibler Einband 592 Seiten
  • Sprache: Englisch 


Leseprobe
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Auf deutsch ist dieses Buch unter dem Titel "Die Ernte des Bösen" beim Blanvalet Verlag erhältlich.


Bücher der Reihe:
The Cuckoo's Calling
The Silkworm
Career of Evil


Inhalt


Nachdem Robin Ellacott ein mysteriöses Paket in Empfang genommen hat, muss sie zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Ihr Chef, der private Ermittler Cormoran Strike, ist ebenfalls beunruhigt, jedoch kaum überrascht. Gleich vier Menschen aus seiner eigenen Vergangenheit fallen ihm ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde – und Strike weiß, dass jeder von ihnen zu skrupelloser, unaussprechlicher Grausamkeit fähig ist.

Während die Polizei sich auf den einen Verdächtigen konzentriert, der für Strike immer weniger als Täter infrage kommt, nehmen er und Robin die Dinge selbst in die Hand und wagen sich vor in die düsteren und verstörenden Welten der drei anderen Männer. Doch als weitere erschreckende Vorfälle London erschüttern, gerät das Ermittlerduo selbst mehr und mehr in Bedrängnis …
(Quelle: Blanvalet)


Meine Meinung


Als er das abgeschnittene Bein einer unbekannten Toten per Kurier zugesendet bekommt, ist dem Privatdetektiven Cormoran Strike sofort klar, dass es da jemand auf ihn persönlich abgesehen hat. Wer steckt hinter der Tat, und was will der Täter Strike mitteilen?

„Career of Evil“ ist der dritte Krimi um den Privatdetektiven Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott. Obschon immer wieder auf die Geschehnisse in den ersten beiden Bänden angespielt wird, sind die Bücher in sich abgeschlossen und können auch unabhängig voneinander gelesen werden. Vorkenntnisse sind daher nicht nötig.

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus wechselnder Perspektive erzählt. In erster Linie kommen dabei Strike, seine Assistentin Robin sowie der über lange Zeit unbekannte Täter zu Wort. Auch in diesem Band entwickelt sich die Beziehung zwischen Detektiv und Assistentin weiter, auch wenn ich beide gerne des Öfteren mal geschüttelt hätte, wenn sie sich wieder mal etwas gar doof anstellen im zwischenmenschlichen Bereich… Robin wechselt hier besonders oft zwischen unerschrocken ermittelnd und hysterisch weinend ab, dass sie mir teilweise doch etwas auf die Nerven ging.

Die Handlung ist zunächst etwas unübersichtlich, da Strike zu Beginn der Geschichte noch mehrere Fälle zu betreuen hat, sodass die Ermittlungen immer hin und her springen. Als sich Strike und Robin dann endlich auf den „Bein-Fall“ konzentrieren können, kann sich Strike nicht für einen Verdächtigen entscheiden sondern verfolgt mal diese und dann jene Spur. Durch dieses hin und her dauert es sehr lange, bis verständlich wird, worum sich der zu lösende Kriminalfall überhaupt dreht. Ganz durchgeblickt habe ich wohl bis zum Schluss nicht, denn mehr als „der Kerl ist halt krank“ konnte ich als Motiv nicht eruieren, und ich bestehe bei meinen Krimis auf ein überzeugendes Motiv, damit ich zufrieden bin (ich meine damit nicht den Einbezug Strikes, da ist mir das Motiv schon klar, sondern für die Morde selbst). Etwas Straffung hätte dem Buch auch nicht geschadet, es erschien mir zu langgezogen, gewisse Szenen schienen sich immer wieder zu wiederholen.

Der Schreibstil des Autors Robert Galbraith (aka Harry-Potter-Erschafferin J.K. Rowling) lässt sich grundsätzlich flüssig lesen. Bei den Dialogen kam ich stellenweise aber ins Stocken, da diese sehr umgangssprachlich und dialektgefärbt gehalten sind. Mein Englisch ist zwar recht gut, aber es ist halt doch eine Fremdsprache, sodass ich viele Textzeilen, die von Figuren mit schlechter oder fehlender Bildung gesprochen wurden, laut vorlesen musste, um sie entziffern zu können. Zudem enthält dieser Krimi einige unappetitliche Szenen, die mich zwar nicht gestört haben, sensible Leser aber durchaus schockieren könnten. Auch die Grundstimmung ist sehr düster gehalten. In anderen Rezensionen habe ich öfters die Bezeichnung „skandinavisch“ gelesen, die meiner Meinung nach sehr gut passt. Die düstere Stimmung, die menschlichen Abgründe, da ergibt sich durchaus eine „nordische Stimmung“.

Mein Fazit

Etwas wirre Handlung und schwer zu entziffernde Dialoge. Der Unterhaltungswert stimmt aber durchaus. Für Fans von skandinavischen Thrillern, die auch mal ausserhalb Skandinaviens spielen dürfen.








Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 12, ein Buch mit einem Gebäude oder Bauwerk auf dem Cover

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 31, ein Buch, das höher als 22 cm ist

ABC-Challenge der Protagonisten

Robin = R weiblich



 

Donnerstag, 12. Januar 2017

Weibersterben


Bildquelle

von Julia Koch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 25.02.2016
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954517985
  • Flexibler Einband 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


Ein verschwundenes Kind. Eine Dorfgemeinschaft, die schweigt. Ein Nachtmahr, der immer wiederkehrt. Puppenmacherin Clara möchte ihren seit vielen Jahren verschollenen Bruder wiederfinden und zieht inkognito zurück nach Engenmatt in Obwalden. Doch nicht alle dort wollen, dass alte Geschichten neu erzählt werden – und eine Vergangenheit ans Licht kommt, die verstörender ist, als Clara ahnen konnte.
(Quelle: Emons)


Meine Meinung


Im Obwaldner Weiler Engenmatt sterben kurz nacheinander mehrere Einwohner. Geht wirklich das „Toggeli“ um, wie die Einheimischen vermuten, und wurde dies von der neu zugezogenen Puppendoktorin Clara angelockt? Diese hingegen verfolgt mit ihrem Zuzug andere Ziele…

Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicht von Clara, der Wirtin Hanny und deren Bruder Valentin. Unterbrochen wird die Erzählung mit kurzen Kapiteln aus dem 17. Jahrhundert, die aus der Sicht der Hebamme Magdalena erzählt werden und zur besseren Unterscheidung kursiv gedruckt wurden. Obschon Clara klar die Hauptperson des Buches ist, konnte ich mich besser in Hanny hineinfühlen. Clara blieb für mich etwas unfassbar und eher blass, auch wenn der Fokus der Erzählung auf ihr lag.

Die Handlung selbst wird sehr geruhsam erzählt, es dauert bis gegen Buchmitte, bis es endlich einige Hinweise darauf gibt, worum es eigentlich geht und was Clara in Engenmatt will. Bis zum Schluss bleibt die Handlung jedoch recht verworren und undurchschaubar, insbesondere, weil mit der Zeit klar wird, dass mehrere Handlungsstränge nebeneinander ablaufen, die sich erst am Schluss zusammenfinden. Der Handlungsschwerpunkt liegt weniger auf dem Kriminalfall oder dessen Auflösung, sondern vielmehr auf den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Dorfeinwohnern.

Der Schreibstil der Autorin Julia Koch lässt sich flüssig lesen, Nicht-Schweizer werden aber wohl das eine oder andere Mal über Helvetismen oder schweizerdeutsche Worte stolpern. Am Schluss des Buches werden in einem Glossar die verwendeten schweizerdeutschen Begriffe übersetzt, was nicht nur für Nicht-Schweizer, sondern unter Umständen auch für Nicht-Zentralschweizer hilfreich sein kann.

Mein Fazit

Recht verworren, aber dennoch spannend. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 25, ein Buch eines Autors, dem / der Du Dich regional verbunden fühlst (den Begriff regional darfst Du selbst auslegen). Die Autorin Julia Koch lebt in dem Dorf, in dem ich arbeite. Unter Umständen sind wir einander sogar schon über den Weg gelaufen, ohne es zu wissen.

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 24. Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.)

ABC-Challenge der Protagonisten

Valentin = V männlich



Dienstag, 10. Januar 2017

Planet der Affen - Feuersturm


Bildquelle

von Greg Keyes
übersetzt durch Susanne Döpke

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.06.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.06.2014
  • Verlag : Cross Cult
  • ISBN: 9783864254260
  • Flexibler Einband 360 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


Caesar und sein Gefolge entkamen den Klauen der Menschen und kämpften sich ihren Weg über die Golden Gate Bridge frei, um in den Muir Woods – dem Wald, wo Will und Caesar ihre gemeinsamen Ausflüge verbracht hatten – Zuflucht zu suchen. Dort bauten sie sich ein Zuhause auf, fernab von der menschlichen Zivilisation, die sie misshandelt und für Forschungszwecke missbraucht hatte …

In der Zwischenzeit wird die Menschheit von einer Pandemie befallen: der „Affen-Grippe“, die sich rasend schnell an der gesamten Westküste der USA verbreitet. Abertausende von Menschen fallen der Seuche innerhalb kürzester Zeit zum Opfer. Unaufhaltsam breitet sie sich aus … Der Untergang der Menschheit und ein Wettkampf gegen die Zeit hat begonnen. Die einzige Rettung sind die Affen – angeführt von Caesar. Und schon bald machen die Menschen Jagd auf sie …

Doch aus Gejagten können auch Jäger werden!  
(Quelle: Cross Cult)


Meine Meinung


In San Francisco greift eine hochansteckende, tödliche Krankheit um sich, während eine Horde Affen, die überdurchschnittlich intelligent zu sein scheint, aus einem Labor ausgebrochen ist.

„Feuersturm“ erzählt die Vorgeschichte zum Film „Planet der Affen – Revolution“. Ich kenne diesen Film zwar nicht, habe allerdings die alten Filme aus den 60ern und 70ern gesehen und konnte mit diesem Vorwissen der Handlung problemlos folgen. Ich denke, dass die Geschichte auch komplett ohne Vorkenntnisse verständlich sein sollte (wobei wohl bei Leuten, die die Filmreihe nicht kennen, das Interesse an diesen Buch ohnehin fehlen wird).

Die Handlung wird in der dritten Person in wechselnder Perspektive erzählt. Wird die Sicht eines menschlichen Protagonisten geschildert, wird in der Vergangenheit erzählt, bei den Affen in der Gegenwart. Dabei verläuft die Erzählung vor allem bei den Affen nicht chronologisch, sondern es werden einzelne Erinnerungsfetzen geschildert, die der Leser selbst in den zeitlichen Zusammenhang setzen muss.

Obschon die Geschichte so viele Figuren erwähnt, dass es mir teilweise schwer gefallen ist, den Überblick zu behalten, erfährt der Leser über die meisten nur wenig. Nur bei ein paar wenigen Auserwählten werden das bisherige Leben und ihre Gedankenwelt näher beleuchtet. Am meisten ans Herz gewachsen ist mir bei der Lektüre Koba, ein junger, misshandelter Schimpanse. Die Handlung ist kurzweilig aufgebaut, wobei für Kenner der Filmreihe natürlich schon zu Beginn klar ist, wie die Geschichte ausgeht. Der grosse Überraschungseffekt findet daher nicht statt.

Mein Fazit

Für Fans der „Planet der Affen“-Reihe eine interessante Ergänzung, aber kein Must-read.









Montag, 9. Januar 2017

[Hörbuch] Ungebetene Gäste: Weihnachtsfolge



Bildquelle

von Matthew Costello und Neil Richards
übersetzt durch Sabine Schilasky
gelesen von Sabina Godec

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.12.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 28.12.2016
  • Verlag : Lübbe Audio
  • ISBN:9783838781778 
  • Audio-Download: 3h 28
  • Sprache: Deutsch


Hörprobe
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Inhalt


Seit Jahren tritt Bill Vokes auf der großen Weihnachtsfeier von Cherringham als Weihnachtsmann auf. Nur in diesem Jahr ist er kurz vor der Feier auf einmal spurlos verschwunden. Das ganze Dorf ist ratlos. Ist dem liebenswerten Bill, der wie kein anderer die Weihnachtszeit in Cherringham verkörpert, etwas zugestoßen? Jack und Sarah übernehmen den Fall und entdecken bald, dass diesen Weihnachtsmann Geheimnisse umgeben, die sich niemand hätte vorstellen können …
(Quelle: Lübbe Audio)


Meine Meinung


Kurz vor seinem grossen Auftritt verschwindet der Weihnachtsmann Bill Vokes. Was ist mit ihm passiert, und wieso scheint er erst vor wenigen Jahren aufgetaucht zu sein?

„Ungebetene Gäste“ ist eine Weihnachts-Spezialfolge der Krimi-Buchreihe „Cherringham – Landluft kann tödlich sein“. Ich kenne die anderen Bände nicht und hatte daher beim Hören öfters Probleme, die verschiedenen Namen den Personen zuzuordnen oder zu verstehen, wer da eigentlich bei den Ermittlungen alles dabei ist und warum. Vorkenntnisse hätten da sicher geholfen, den Überblick zu behalten. Zum Verständnis des eigentlichen Kriminalfalls waren allerdings keine Vorkenntnisse nötig.

Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive in der dritten Person erzählt, sodass der Leser abwechselnd Einblicke in die meisten Figuren erhält. Besonders vertieft werden diese zwar nicht dargestellt, aber bei längeren Buchreihen ist es ja häufig so, dass sich die Figuren über sehr lange Zeit und viele Bände hinweg entwickeln, sodass man in den einzelnen Bänden kaum etwas davon merkt.

Das Erzähltempo ist eher geruhsam gehalten, sodass der Krimi „gemütlich“ wirkt, ohne dabei langweilig zu werden. Damit eignet er sich auch gut für jüngere oder schreckhafte Leser. Adrenalinjunkies sollten sich allerdings anderweitig umsehen, die atemberaubende Spannung fehlt hier. Die Handlung selbst ist unterhaltsam, jedoch nicht übermässig innovativ oder überraschend.

Die Sprecherin Sabina Godec hat eine angenehme Stimme, der ich gerne zuhörte, und gibt den einzelnen Figuren eine individuelle Stimme. Ich werde wohl noch zu weiteren Hörbüchern dieser Krimi-Reihe greifen, wenn ich die Lust nach unaufgeregter, gemütlicher Krimistimmung verspüre.

Mein Fazit

Unaufgeregter, gemütlicher Krimi, aufgrund seiner Kürze ideal für zwischendurch.






Samstag, 7. Januar 2017

Göttlich verliebt


Bildquelle

von Josephine Angelini
übersetzt durch Simone Wiemken

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2015
  • Verlag : Oetinger Taschenbuch
  • ISBN: 9783841501394
  • Buch 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Göttlich verdammt
Göttlich verloren
Göttlich verliebt



Inhalt


Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor! Helen, Lucas und Orion müssen verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der olympischen Götter fällt. Doch das Verlangen der Götter nach einem neuen Trojanischen Krieg wird immer größer. Zugleich wächst Helens Macht, aber auch das Misstrauen ihrer Freunde. Schließlich offenbart das Orakel, dass ein gefährlicher Tyrann unter ihnen lauert, der einen Keil zwischen sie treiben will – alle Zeichen deuten auf Orion. Und was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um die Liebe zu Lucas?
(Quelle: Oetinger)


Meine Meinung


Die Handlung von "Göttlich verliebt" beginnt direkt anschliessend an die Geschehnisse des Mittelteils "Göttlich verloren". Der dritte und letzte Band der Reihe wird wie die beiden Vorgänger grösstenteils aus der Sicht der Protagonistin Helen in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt. Einige Abschnitte werden aus der Sicht anderer Figuren erzählt, wohl im Versuch, diese dem Leser etwas näher zu bringen. Doch leider schafft es due Autorin Josephine Angelini auch im Abschlussband nicht wirklich, ihre Figuren etwas lebendiger erscheinen zu lassen. Helen wird hier definitiv zum mächtigsten Lebewesen auf Erden und auch ihre Freunde werden nun zu mythologischen Wesen. Das macht sie nur noch blasser. Die neu hinzugekommene Figur Andy trägt nicht wirklich etwas zur Geschichte bei sondern ist eigentlich nur Seitenfüller. Helen scheint zudem vergessen zu haben, dass sie noch vor wenigen Wochen sehr schüchtern war um Bauchkrämpfe bekam, wenn sie im Mittelpunkt stand. In diesem Band scheint sie die Aufmerksamkeit richtig zu geniessen, ohne dass zuvor eine Einwicklung in diese Richtung spürbar gewesen wäre. Nun scheint Helen überhaupt keine Schwächen mehr zu haben, was sie nicht nur unglaubwürdig, sondern auch unglaublich langweilig macht. Die diversen Tode, die die Figuren in diesem Band miterleben müssen, scheinen zudem niemanden tiefer zu beschäftigen. Mein bester Freund ist tot? Na ja, kann passieren, das Leben geht weiter.

Die Handlung ist in diesem Band trotz einigen langatmigen Stellen durchaus spannend aufgebaut, vor allem in der zweiten Buchhälfte geht es richtig zur Sache. Zwar ist von anfang an klar, wer die grosse Schlacht gewinnen wird, doch war es spannend mitzuerleben, wie alles schlussendlich aufgelöst wird. Auch die Auflösung der Liebesgeschichte wird wohl kaum jemanden überraschen. Josephine Angelini biegt sich die griechische Mythologie in diesem Band so zurecht, wie es ihr gerade passt, aus Hekate, der Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge, macht sie kurzerhand eine Titanin, weil sie für die Geschichte wohl noch eine brauchte...

Der Schreibstil der Autorin Josephine Angelini hat sich auch in diesem Band nicht verändert, er ist immer noch einfach gehalten, aber flüssig lesbar. Die Trilogie ist insgesamt durchaus unterhaltsam, aber weder überraschend noch aussergewöhnlich. 

Mein Fazit

Unterhaltsamer, aber nicht überraschender Abschlussband der Trilogie. 









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