Dienstag, 30. August 2016

Secret Fire- Die Entflammten


Bildquelle

von J.C. Daughterty
übersetzt durch Peter Klöss und Jutta Wurm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.08.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 22.08.2016
  • Verlag : Oetinger
  • ISBN: 9783789133398
  • Fester Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Oetinger Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?
Charmant, actionreich und romantisch: Secret Fire ist der Auftakt eines neuen Zweiteilers von Night-School-Bestseller-Autorin C. J. Daugherty.
(Quelle: Oetinger)


Meine Meinung


Sacha weiss, dass er genau an seinem 18. Geburtstag sterben wird. Das bedeutet aber auch, dass er bis zu diesem Tag unsterblich ist. Da er aber gerne noch etwas länger leben möchte, macht er sich gemeinsam mit der Engländerin Taylor auf die Suche nach den Ursprüngen dieses Fluchs, den seine Familie seit Jahrhunderten trifft und der ihn in wenigen Wochen töten soll…

„Die Entflammten“ ist der erste Band der zweiteiligen Reihe „Secret Fire“. Um die Figuren und die Welt, in der die Geschichte spielt, vorzustellen, verwendet die Autorin J.C. Daugherty viel Raum, erst gegen Mitte des Buches geht die Handlung so richtig los. Dies führt zu einigen Längen in der ersten Buchhälfte, für die der zweite Teil aber absolut entschädigt. Im Gesamten hatte ich aber dann doch den Eindruck, das ganze Buch sei eine einzige, sehr umfangreiche Einleitung für den bereits angekündigten zweiten Teil

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Taylor und Sacha. Zu Beginn laufen daher zwei Handlungsstränge parallel ab, die nach und nach Berührungspunkte entwickeln und schliesslich zusammengeführt werden. Taylor und Sacha waren mit durchaus sympathisch, auch wenn ich noch etwas mehr Tiefe bei der Charakterbeschreibung begrüsst hätte, die Beiden wirkten teilweise etwas blass. Vor allem über Taylor erfährt man nur sehr wenig, ausser dass sie blond und eine ziemliche Streberin ist, scheint sie kaum Eigenschaften aufzuweisen.

Die Handlung ist spannend aufgebaut, wenn auch nicht besonders innovativ.

Der Schreibstil der Autorin J.C. Daugherty, die bereits durch ihre „Night School“-Reihe bekannt ist (die ich allerdings nicht gelesen habe), lässt sich flüssig lesen, sodass ich „Die Entflammten“ in kurzer Zeit verschlungen hatte. Das Ende ist offen gestaltet, sodass die Leser (zumindest die, die wie ich durch das Buch gut unterhalten wurden), den zweiten Band der Reihe „zwingend“ auch lesen müssen.

Mein Fazit

Nach einer etwas gar langen und zähen Einleitung spannender, wenn auch nicht besonders innovativer Fantasyroman für Jugendliche und Erwachsene. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.





Rezensionsexemplar


Samstag, 27. August 2016

Das goldene Garn (Reckless 3)


Bildquelle

von Cornelia Funke

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.02.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 20.02.2015
  • Verlag : Dressler
  • ISBN: 9783791504964
  • Fester Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe
Steinernes Fleisch
Lebendige Schatten
Das goldene Garn 



Inhalt


Baba Jagas, Kosaken, Spione und ein Zar, der zu Audienzen in Begleitung eines Bären kommt. Diesmal führt die Reise hinter dem Spiegel Fuchs und Jacob weit nach Osten. Auch Will kehrt zurück in die Welt, die ihm eine Haut aus Jade gab - auf der Spur der Dunklen Fee. Aber den Zweck der Reise bestimmt ein anderer: der Erlelf hat den Handel nicht vergessen, den Jacob im Labyrinth des Blaubarts mit ihm geschlossen hat, und er lehrt Jacob und Fuchs mehr über seinesgleichen, als sie je erfahren wollten.
(Quelle: Dressler)


Meine Meinung


„Das goldene Garn“ ist bereits der dritte Teil der „Reckless“-Reihe von Cornelia Funke. Die Bücher bauen direkt aufeinander auf, Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher zwingend nötig. Ausserdem halte ich es für empfehlenswert, zwischen den einzelnen Bänden nicht zu viel Zeit vergehen zu lassen. Bei mir war die Lektüre des vorhergehenden Teils schon eine Weile her, und ich hatte mehrfach Mühe, einzelne Figuren, die ich eigentlich schon kennen sollte und die daher nicht mehr näher beschrieben wurden, einzuordnen.

Die Handlung von „Das goldene Garn“ ist in mehrere Stränge aufgeteilt, wobei sich die beiden Hauptstränge jeweils um die Brüder Jacob und Will drehen. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, sodass in praktisch jedem der unterschiedlich langen Kapitel ein anderer Erzähler zu Wort kommt. Durch die häufigen Szenenwechsel kommt die Erzählung leider nicht so richtig in Schwung sondern wird alle paar Seiten wieder abgebremst. So konnte ich das Buch nicht wirklich flüssig, sondern nur eher stockend lesen.

Mir erschien das Buch wie ein Füllerband: trotz über 400 Seiten Dicke passiert eigentlich kaum etwas. Die Handlung beginnt mittendrin und endet auch mittendrin, weder Anfang noch Ende sind wirklich fassbar. Ein weiterer Band der Reihe wird so zwingend nötig, ist aber noch nicht angekündigt, es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis er erscheint.

Der Schreibstil der Autorin Cornelia Funke ist, na ja, eben typisch Cornelia Funke. Wer schon mal Bücher von ihr gelesen hat, wird wissen, was ich meine. Sie liebt blumige Metaphern und zusammengesetzte Adjektive, Wiederholungen, Ausrufe und innere Monologe. So gestaltet sich die Lektüre zwar sehr „bunt“, aber stellenweise auch etwas zäh. Die märchenhafte Spiegelwelt konnte mich hier leider nicht mehr so begeistern wie zu Beginn der Reihe.

Mein Fazit

„Füllerband“, in dem kaum etwas passiert und der weder einen richtigen Anfang noch ein richtiges Ende hat. 





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 42, ein Buch mit Bildern / Illustrationen

Donnerstag, 25. August 2016

[Hörbuch] Mit Axt, Charme und Melone


Bildquelle

von Colin Cotterill
übersetzt durch Jörn Ingwersen
gelesen von Vera Teltz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.04.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 20.04.2015
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783844519099
  • herunterladbare Audio-Datei: 7h 37
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Der Tote trägt Hut
Ein Kopf macht noch keine Leiche
Mit Axt, Charme und Melone



Inhalt


Seit Jimm Juree mit ihrer schrägen Sippe in das Küstendorf Maprao im Süden Thailands übergesiedelt ist, vermisst sie die Lichter der Stadt. Am meisten aber vermisst sie ihre Karriere als Reporterin. Schweren Herzens muss sie nun mit Aufträgen für das kleine Lokalblatt vorliebnehmen. Ihr aktueller Job: den Engländer Conrad Coralbank interviewen, seines Zeichens Autor erfolgreicher Kriminalromane. Kurz darauf verschwinden plötzlich mehrere Frauen, unter ihnen auch Coralbanks Gattin. Und plötzlich hat Jimm es nicht nur mit Vermisstenfällen und einem potenziellen Serienkiller zu tun, sondern auch mit einem kapitalen Sturm, der direkt auf Maprao zusteuert ... 
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Im Süden Thailands ist eine Ärztin verschwunden, gleichzeitig hat man auch schon lange nichts mehr von der Ehefrau dort wohnhaften englischen Schriftstellers Conrad Coralbank gehört. Die Journalistin Jimm Juree sucht nach der Ärztin, während sie sich dem Schriftsteller annähert…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Jimm erzählt, die mir einfach nicht sympathisch werden wollte. Eingebildet und gleichzeitig naiv wandelt sie durch die Welt, von der sie annimmt, dass sie nur auf sie, Jimm, gewartet hat. Sie hält sich für besser als andere und zeigt dies auch in unverhohlenem Rassismus und Gewalt gegen Tiere. Die anderen Figuren bedienen ein Thailand-Klischee nach dem anderen, der Ladyboy darf natürlich nicht fehlen, der schwule Polizist, der europäische Einwanderer, der sich eine viel jüngere Einheimische sucht, das schlechte Englisch der Thais etc. Ich war noch nie in Thailand, und die Klischees werden sicher ihren wahren Ursprung haben, aber so übertrieben wie hier dargestellt kann es ja wohl auch nicht sein.

Die Handlung selbst zieht sich ins Unendliche. Während der Leser (oder in meinem Fall der Hörer) schon längst begriffen hat worum es geht, stolpert Jimm immer noch blind durch die Gegend und erzählt aus ihrem Alltag. Das Ganze geschieht mehr slapstickartig humorvoll als spannend. Wie man wohl recht deutlich merkt, konnte mich „Mit Axt, Charme und Melone“ überhaupt nicht überzeugen. Da mir vor allem der Erzählstil und die Figuren missfallen haben, werde ich mich von den weiteren Bänden der Reihe in Zukunft fernhalten, auch wenn ich zwischendurch durchaus etwas schmunzeln musste.

Die Lesung von Vera Telz hat mir an sich gut gefallen, die Sprecherin brachte den Charakter von Jimm für mich passend und glaubhaft rüber.

Mein Fazit

Unsympathische, klischeehafte Figuren und ellenlange, zähe Handlung. Nichts für mich.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 11, ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover.

Dienstag, 23. August 2016

Pretty Baby



Bildquelle

von Mary Kubica
übersetzt durch Nele Junghanns

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.07.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 18.07.2016
  • Verlag : HarperCollins
  • ISBN: 9783959670333
  • Flexibler Einband 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Harper Collins Verlag und Blogg dein Buch haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!





Leseprobe
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Inhalt


Schon immer hat Heidi Wood sich gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und dessen Baby mit nach Hause bringt, geht sie zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten.
Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Aber um seine Frau und seine Tochter zu retten, scheint es schon zu spät zu sein …
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung


Heidi bringt eines Tages die junge Obdachlose Willow nach Hause, womit ihr Mann und ihre Tochter gar nicht einverstanden sind. Hat Heidi die Gefahr in ihre Wohnung geholt?

Die Geschichte wird von wechselnden Erzählern in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt. Zu Wort kommen das Ehepaar Heidi und Chris sowie die junge Obdachlose Willow. Jedes Kapitel ist mit dem Namen des Erzählers überschrieben, was die Unterscheidung einfacher macht, am Erzählstil selbst erkennt man nämlich keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Figuren. Wie sich im Laufe des Buches herausstellt, verlaufen nicht alle Erzählstränge parallel, was wann passiert wird erst später klar.

Die Figuren sind gut herausgearbeitet und handeln überzeugend, wirken aber doch etwas gar klischeehaft. Die im Grunde ziemlich dünne Handlung zieht sich jedoch vor allem in der Mitte des Buches ziemlich in die Länge, wo detailliert über Babykleider und Hautcrème gegen Windelausschlag geredet wird. Das Tempo des Romans ist sehr geruhsam, nichts für Leser, die Action suchen. Die Auflösung fand ich eher unbefriedigend, was beispielsweise mit Heidi und ihrer Tochter Zoe weiter passiert wird nicht erwähnt, da hätte ich mir einen etwas „abschliessenderen“ Schluss gewünscht.

Der Schreibstil der Autorin Mary Kubica lässt sich flüssig lesen, auch wenn einige Sätze etwas gar verschachtelt und einige Beschreibungen etwas gar blumig geraten sind.

Der Verlag bezeichnet „Pretty Baby“ als Thriller, was in meinen Augen nicht stimmt und falsche Erwartungen weckt. Ich würde die Geschichte eher als Drama bezeichnen, das mit den Gedanken der Leser spielt, der „Thrill“ ist wirklich nicht vorhanden. Die Handlung selbst ist durchaus unterhaltsam, aber die Spannung fehlt grösstenteils. So wurde ich aufgrund der Erwartungen, die mittels Cover und Klappentext aufgebaut wurden, leider enttäuscht, obschon das Buch nicht schlecht ist und mit den richtigen Erwartungen sogar grossartig sein könnte.

Mein Fazit

Drama mit unerwarteter Auflösung. Die Bezeichnung als „Thriller“ weckt falsche Erwartungen.







Rezensionsexemplar


Samstag, 20. August 2016

Der Jungfrauenmacher


Bildquelle

von Derek Meister

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.06.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 15.06.2015
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 9783734100604
  • Flexibler Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der Blanvalet Verlag hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Eine Sturmflut spült die Leiche einer Frau an den Strand, die wie eine Kreatur des Wassers wirkt: Die Meerestiere haben ihren Körper in Besitz genommen, und in ihrem Hals befinden sich Wunden, die wie Kiemen aussehen. Als eine zweite Frau tot in der Nordsee treibt, ahnt der junge Polizeichef Knut Jansen: Er hat es mit einem Serienkiller zu tun. Mithilfe der ehemaligen Profilerin Helen Henning gelingt es ihm, die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch als den beiden bewusst wird, mit welchem Gegner sie es zu tun haben, sind sie längst im Begriff, vom Jungfrauenmacher in die Tiefe gezogen zu werden …
(Quelle: Blanvalet)


Meine Meinung


In einem kleinen Nest an der Nordsee wird nach einem Sturm eine junge, weibliche Leiche ans Ufer gespült. Besteht ein Zusammenhand zwischen der Toten und den jungen Frauen, die seit einigen Jahren immer am selben Tag im Juni verschwinden?

Die Geschichte wird in erster Linie aus der Sicht der beiden Protagonisten Knut und Helen erzählt, mit einigen Kapiteln aus der Sicht des Täters während seiner „Arbeit“. Dabei achtet der Autor Derek Meister penibel darauf, bei den Kapiteln aus Tätersicht nichts zu verraten, dass die Ermittler vorher nicht schon herausgefunden haben. So kann der Leser zwar den Ermittlungen folgen, allerdings keine eigenen anstellen und den Täter vor den Ermittlern finden. Gegen Schluss werden die beiden Handlungsstränge wie erwartet zusammengeführt und enden in einem thrillertypischen Showdown.

Die Handlung ist spannend aufgebaut, jedoch wird das Motiv des Täters schon sehr früh klar. Wer der Täter ist bleibt zwar lange im Dunkeln, ist aber aus Sicht des Unterhaltungsfaktors auch nicht weiter wichtig. Die beiden Protagonisten Knut und Helen waren mir durchaus sympathisch, gegen weitere Abenteuer der beiden hätte ich nichts einzuwenden. Allerdings gab es bei den Beschreibungen der beiden etwas gar viele Wiederholungen. Spätestens nach dem fünften Mal hat auch der dümmste Leser verstanden, dass Knut gerne Cowboystiefel hat und Helen eine Beinprothese trägt…

Der Schreibstil des Autors Derek Meister ist mir während der Lektüre nicht sonderlich aufgefallen, er lässt sich flüssig lesen ohne sich durch irgendwelche auffälligen Merkmale aufzudrängen. Allerdings werden die detaillierten Beschreibungen der Ermittlungsarbeit im Laufe der Geschichte dann doch etwas zu sehr auf die Spitze getrieben, wodurch einige Längen entstehen. Neben den Ermittlungen und dem Privatleben der Protagonisten erhält auch die Kulisse ihren Platz im Buch, plastische Beschreibungen versetzen den Leser gedanklich an die Nordsee und lassen ihn das Wellenrauschen hören.

Mein Fazit

Spannender Kriminalfall mit manchmal etwas zu detaillierten Ermittlungen.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 24, ein Buch mit einem Tierkreiszeichen im Titel oder auf dem Cover (Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische)


Rezensionsexemplar


Donnerstag, 18. August 2016

Verwesung


Bildquelle

von Simon Beckett
übersetzt durch Andree Hesse

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.02.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 01.02.2014
  • Verlag : ROWOHLT Taschenbuch / rororo
  • ISBN: 9783499267659
  • Fester Einband 768 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die Chemie des Todes
Kalte Asche
Leichenblässe
Verwesung



Inhalt


Das Zimmer ist ein Trümmerhaufen, die junge Frau grausam zugerichtet. Neben der Leiche findet man den Mörder, blutverschmiert: Schon lange steht Jerome Monk im Verdacht, drei junge Frauen getötet zu haben. Als er nun alle vier Morde gesteht, ist niemand überrascht. Doch Monk weigert sich zu verraten, wo er die Leichen vergraben hat. Auch der Einsatz des forensischen Anthropologen, Dr. David Hunter, bringt keine neuen Erkenntnisse.
Acht Jahre später gelingt Monk die Flucht aus dem Zuchthaus. Panik befällt die Anwohner der Gegend. David Hunter versucht, Monk zu stoppen. Doch der kennt sich in der nebligen Einsamkeit des Dartmoor besser aus als jeder andere ...
(Quelle: Rowohlt)


Meine Meinung


Vor acht Jahren hat David Hunter bei der Suche nach den Opfern des verurteilten Serientäters Monk mitgeholfen. Nun ist Monk aus dem Gefängnis ausgebrochen und scheint es auf die alte Ermittlungstruppe abgesehen zu haben…

„Verwesung“ ist bereits der vierte Band um den forensischen Anthropologen David Hunter. Ich habe alle vier gelesen, Vorkenntnisse sind jedoch im Grunde nicht nötig, die Bücher lassen sich auch als Einzelbände lesen und verstehen. Es gibt zwar einzelne Anspielungen aus Geschehnissen aus früheren Bänden (sodass in einem Fall bereits die Auflösung verraten wird, wer „Kalte Asche“, den zweiten Band der Reihe, lesen möchte, sollte dies vorher tun), was der Leser wissen muss, wird ihm aber ausreichend erklärt.

Wie bei der Reihe gewohnt wird auch „Verwesung“ in der Ich-Perspektive des Protagonisten David Hunter erzählt. Erwähnenswert finde ich dabei, dass der erste Teil des Buches rund acht Jahre vor der Haupthandlung spielt, dazwischen findet sich ein Zeitsprung. Die Handlung ist spannend aufgebaut, wenn auch etwas vorhersehbar. Wie auch in den vorhergehenden Bänden wird die eigentliche Handlung immer wieder durch wissenschaftliche Beschreibungen unterbrochen, die je nach Vorwissen des Lesers interessant oder auch komplett überflüssig sein können.

Der Fokus des Buches liegt klar auf dem Kriminalfall und dessen Lösung, das Privatleben der Figuren kommt nur dann zum Zug, wenn es einen direkten Bezug zur Haupthandlung hat. Auch die Figuren werden nicht sonderlich vertieft beleuchtet und bleiben daher blass und zweidimensional. Wie auch beim Vorgänger „Leichenblässe“ habe ich mich auch hier wieder gefragt, was David Hunter bei den Ermittlungen überhaupt zu suchen hatte, seine Fähigkeiten als forensischer Anthropologe wurden jedenfalls nicht benötigt. Im Grunde spielt er über grosse Teile des Buchs hinweg den Babysitter für eine ehemalige Kollegin und wartet, dass sich der Fall von selbst löst.

Der Schreibstil des Autors Simon Beckett lässt sich flüssig lesen und ist eher einfach gehalten. Der Leser sollte weder inhaltlich noch sprachlich hohe Ansprüche stellen, „Verwesung“ ist ziemliche Standardkost. Wer Thriller um Serienmörder mag, kann dadurch aber gut unterhalten werden, solange man bereit ist, die ab und zu auftretenden Logiklöcher zu ignorieren.

Mein Fazit

Standard-Thrillerkost, die durchaus zu unterhalten weiss.





Task-Challenge

Aufgabe 1, lies ein Buch, dessen Coverbild in Schwarz/Weiß gehalten ist (Grautöne gehören auch dazu) !Der Titel darf in einer anderen Farbe dargestellt sein.

Dienstag, 16. August 2016

[Hörbuch] An einem Tag im November


Bildquelle

von Petra Hammesfahr
gelesen von Regina Lemnitz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2014
  • Verlag : Random House Audio
  • ISBN: 9783837126549
  • Audio CD: 7h 34, gekürzt
  • Sprache: Deutsch 

Der Random House Audio Verlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Hörprobe
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Inhalt


Am Nachmittag des 17. November verschwindet die fünfjährige Emilie Brenner. Spurlos, denn obwohl die Nachbarn sie noch mit ihrem neuen Fahrrad sahen, scheint sie wenig später wie vom Erdboden verschluckt. Ein Albtraum für die Eltern, die eine Vermisstenanzeige allerdings viel zu spät aufgeben, und auch für Kommissar Klinkhammer, der aus bitterer Erfahrung weiß, dass bei verschwundenen Kindern jede Minute zählt. Noch ahnt er nicht, dass seit Monaten in der Nachbarschaft Dinge geschehen, die an jenem Tag im November unweigerlich zur Katastrophe führen.


Meine Meinung


Ein kleines Mädchen verschwindet. Was ist passiert, und was hat das Verschwinden mit den Machenschaften einer Mädchen-Gang zu tun?

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt. Die Autorin Petra Hammesfahr wählte dazu einen nüchternen, beinahe protokollartigen Erzählstil, der lediglich Fakten und kaum Emotionen transportiert. Dies führte dazu, dass mir keine der Figuren emotional naheging, ihr Schicksal blieb mir die gesamte Handlung hinweg ziemlich egal.

Die Handlung ist weit verzweigt, wird auf viele Personen aufgeteilt und ist mit Perspektivenwechsel und Zeitsprüngen gespickt. Obschon bei jedem Zeitsprung das genaue Datum angegeben wird, hatte ich schon bald keinen Überblick mehr, wer wer ist und was wann getan hat. Dies vor allem, da sich die Handlung über Monate hinweg zieht und lange unklar bleibt, worum es sich in diesem Buch überhaupt dreht; eine durchgehende Handlung ist nicht erkennbar. Auch die vielen Personen sind nicht detailliert herausgearbeitet, viele bleiben klischeehaft, über manche erfährt an kaum mehr als ihren Namen. In der Print-Version ist wie auch im Booklet der Hörbuchs ein Personenregister enthalten, damit die vielen teilweise nichtssagenden Figuren besser auseinandergehalten werden können. Da ich mich zum Hörbuchhören aber nie hinsetze sondern immer etwas erledige, konnte ich natürlich nicht dauernd ins Booklet starren und hatte bald den Überblick verloren. Weniger Figuren, weniger Themen, weniger Schauplätze hätten das Buch wohl eingänglicher und „lesbarer“ gemacht.

Die Sprecherin Regina Lemnitz passt ihre Lesung dem Schreibstil des Buches an, genau so nüchtern wie der Text ist, trägt sie ihn auch vor. Sie erinnerte mich öfters an eine etwas gelangweilte Nachrichtensprecherin.

Das klingt nun alles recht negativ, aber dennoch hat das Buch seine guten Seiten: die geschilderte Geschichte wirkte auf mich sehr realistisch und regte zum Nachdenken an. Auch eine gewisse Spannung kann ich dem Buch nicht abstreiten, auch wenn es mich nicht in seinen Bann ziehen konnte.

Mein Fazit

Für meinen Geschmack etwas zu komplex und verwirrend.







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 20, ein Buch rund um das Thema Herbst im Titel oder auf dem Cover. Viel herbstlicher als November geht wohl kaum ;-)


Rezensionsexemplar 

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